Wintereinbruch mit Schnee und Glätte
Gewappnet für den Schnee-Fall

Die Autoscheiben sollten komplett von Schnee und Eis befreit werden, damit die Fahrt auf winterlichen Straßen nicht zum Blindflug wird. Bild: Steinbacher

Die ersten weißen Flocken rieseln vom Himmel und bleiben sogar liegen. Für Schneefans eine wahre Freude, für viele Autofahrer ein Graus. Aber Winterdienst und Polizei sorgen dafür, dass der Straßenverkehr weiter rollt.

Der Winter macht seinem Namen endlich alle Ehre: Nachdem es in der Region lange trocken und mild war, schneit es nun endlich. Über die weißen Flocken freut sich aber nicht jeder. Für den Winterdienst zum Beispiel bedeutet der Schneefall richtig Arbeit. Für den Betriebshof kommt der Wintereinbruch aber nicht überraschend.

Wetterbeobachter

"Man kann sich nicht 100-prozentig auf Schneefall vorbereiten. Aber die Mitarbeiter im Betriebshof haben das Wetter immer ganz genau im Blick. Sie beobachten die 7- und 16-Tage-Vorschauen, planen danach die Bereitschaftsdienste", sagt Thomas Graml von der Pressestelle der Stadt. Seit morgens um 6 Uhr sind die Räum- und Streufahrzeuge im Einsatz. In verschiedenen Schichten arbeiten sie bis spät in die Nacht.

Im Laufe eines Wintertages erhöht sich die Anzahl der schippenden und streuenden Fahrzeuge, bis dann nachmittags neun Groß- und elf Kleinfahrzeuge die Straßen und Gehwege von Schnee und Eis befreien. Auch 30 sogenannte Handräumer sind unterwegs und schippen mit Schneeschaufeln die Wege frei. Der Betriebshof ist für die kommenden Winterwochen laut Graml gut gerüstet: "Am Mittwoch soll es einen Schneesturm geben. Aber wir sind vorbereitet." Auch der Streusalzvorrat stellt für den Winterdienst kein Problem dar, nicht wie in früheren Wintern, in denen der Vorrat teilweise schon früh aufgebraucht war. "Wir haben Salz bis Ultimo. So schlimm kann der Winter gar nicht werden", heißt es dazu aus dem Rathaus.

Keine Unfälle

Polizeioberkommissar Stefan Amann hofft, dass der Winter glimpflich weitergeht. Bis Montagnachmittag gab es wegen des Wintereinbruchs keine Unfälle. "Die Autofahrer sind vorbereitet und die Straßen gut geräumt und gestreut." Trotzdem sollten Fahrer bei Schneefall und Glätte vorsichtig unterwegs sein. Amann rät, bei schlechtem Wetter mehr Zeit einzuplanen. "Das Auto muss vom Schnee befreit sein, auch das Dach. Die Fensterscheiben müssen komplett freigekratzt werden. Auch im Straßenverkehr geht es langsamer voran, die Fahrer sollten der Witterung angepasst und vorsichtig fahren."

Räum- und StreupflichtAlle Eigentümer und Mieter von Grundstücken, die direkt an öffentliche Straßen angrenzen oder darüber erschlossen werden, sind zum Winterdienst verpflichtet. Die Gehbahnen müssen an Werktagen von 7 bis 20 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 20 Uhr geräumt sein. Zudem müssen die Anwohner bei Schnee-, Reif- oder Eisglätte mit Sand oder Splitt streuen. Auftausalz oder ätzende Stoffe dürfen nicht verwendet werden. Wo es keinen Gehweg gibt, muss für Fußgänger eine Gehbahn entlang der Grundstücksgrenze in einer Breite von einem Meter geräumt und gestreut werden. Das gilt auch bei Grünstreifen oder Straßengräben. Die Schnee- und Eisreste müssen neben der Gehbahn gelagert werden, dürfen aber nicht den Verkehr gefährden oder behindern. Ist das nicht möglich, ist das Räumgut am folgenden Tag zu entfernen. Bei größeren Schneemengen stellt die Stadt eine gekennzeichnete Teilfläche auf dem Parkplatz am Hockermühlbad zur Verfügung. Abflussrinnen, Hydranten, Kanal-Einlaufschächte, Verbindungswege zu Bushaltestellen und Zebrastreifen müssen freigehalten werden. Der Betriebshof gibt an Einzelhaushalte kostenlos kleinere Mengen Streusand ab. Die Einrichtung in der Kümmersbrucker Straße ist Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 und von 13.30 bis 15 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 11 Uhr geöffnet. Eine Sand-Entnahme aus den städtischen Streukisten ist verboten, aus den Sandkästen der Kinderspielplätze nicht, da das Material im Frühjahr ausgetauscht wird. Weitere Infos unter Telefon 10-432. (tsa)
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