11.07.2017 - 20:10 Uhr
Oberpfalz

Zehnte Etappe startet in Ambergs Partnerstadt Périgueux im Tour-Fieber

Tausende säumten die Straßen, jeder wollte einen Blick erhaschen: Von Périgueux aus startete am Dienstagmittag die zehnte Etappe der Tour de France. Und Ambergs Partnerstadt war auf einem Schlag in allen Sportsendungen auf allen Kanälen präsent.

In Ambergs französischer Partnerstadt war am Dienstag um 13.15 Uhr der Start der zehnten Etappe der Tour de France. Tausende Schaulustige hatten sich dazu eingefunden, der Tross fuhr direkt an dem Wahrzeichen der Stadt, der Kathedrale St. Front (im Hintergrund), vorbei. Bild: Loïc Mazalrey/Sud Ouest
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Amberg/Périgueux. Tausende Menschen waren am Dienstag schon sehr zeitig auf den Beinen - die Tour de France startet schließlich nicht alle Tage in Périgueux. Bereits am Sonntagabend waren die Fahrer und ihr Begleittross auf zwei Regionalflughäfen in der Dordogne gelandet: Bassillac und Bergerac. Sowohl in Périgueux als auch in Bergerac, dem Ziel der zehnten Etappe, waren sämtliche Hotels drei Tage lang belegt, reserviert für die Tour wurden sie bereits vor einem Jahr, erzählt Hervé Chassain, Journalist der in Périgueux erscheinenden Zeitung Sud Ouest.

Tausende Menschen warteten in Périgueux auf den Start der zehnten Etappe, nicht nur Franzosen, sondern auch zahlreiche Holländer und Engländer, die die Dordogne als Urlaubsgebiet schätzen. Hervé Chassain traf auch zwei Deutsche. Allerdings nicht in Périgueux, sondern in Montignac in der Nähe der weltberühmten Grotte von Lascaux.

Dort wartete der Zeitungsredakteur an der Strecke dienstlich auf die Radrenn-Profis. "Die beiden Deutschen waren nicht wegen der Tour de France gekommen, sondern weil sie in die Grotte von Lascaux wollten", so Hervé Chassain. In Périgueux herrschte am Vormittag Volksfeststimmung, in der ganzen Stadt fanden Shows und Animationen statt. Und einige Glückspilze ergatterten Autogramme der Tour-Stars wie Marcel Kittel, der schließlich die zehnte Etappe für sich entschied. "Ein ausgezeichneter Sprinter", urteilte Hervé Chassain über den Deutschen.

Um 13.15 Uhr war der Tour-Tross in Périgueux gestartet, auf den Allées de Tourny, einer Prachtstraße, an der sich auch die Präfektur des Départements der Dordogne befindet. Die Radrennprofis flitzten vorbei an der Kathedrale St. Front, dem Wahrzeichen von Ambergs Partnerstadt. 178 Kilometer bewältigten sie auf der Großen Schleife. "Die Menschen sind sehr glücklich, für sie war es ein schöner Tag", berichtete am Dienstagabend Hervé Chassain aus Périgueux.

Die Tour de France machte nicht das erste Mal Station in Périgueux. 2014 war die Stadt Ziel einer Etappe, damals war der Start in Bergerac. Mit von der Partie vor drei Jahren war auch ein Amberger: Andreas Schillinger. Er hatte bei der damaligen Tour auf diesem Abschnitt beim Zeitfahren sein bestes Ergebnis des berühmtesten Radrennens der Welt eingefahren: Er kam als 57. ins Ziel.

Mit dem Oberpfälzer freuten sich Périgueux' Oberbürgermeister Antoine Audi, der bei einem Empfang Schillinger ein kleines Geschenk überreichte.

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