19.01.2018 - 18:26 Uhr
Oberpfalz

1200 von 2000 Aufgerufenen legen Arbeit nieder Gute Stimmung beim Warnstreik der Siemens-Beschäftigten

Beste Stimmung herrschte am Freitag für 90 Minuten bei Siemens. Obwohl der Hintergrund mit der laufenden Tarifrunde an sich sehr ernst gewesen sei, so informierte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall, Horst Ott, "war das ein Warnstreik mit Spaß". Aufgerufen hatte die Gewerkschaft rund 2000 Beschäftigte der ersten Schicht, rund 1200 folgten der IGM und zeigten, dass sie nicht nur hinter der Forderung der Gewerkschaft nach sechs Prozent Lohnerhöhung und vorübergehender Verkürzung der Arbeitszeit auf 28 Stunden stehen, sondern diese auch aktiv unterstützen. Horst Ott berichtete bei dieser Gelegenheit auch über die letzte Tarifrunde am Montag in Nürnberg. "Kurz gesagt, ist nichts heraus gekommen, länger gesagt, überhaupt nichts", prangerte er die Unbeweglichkeit der Arbeitgeber an, denen er "partielle Demenz" vorwarf. "Jetzt wissen sie plötzlich nicht mehr, dass sie vorher gesagt haben, wie wichtig es ist, seine Arbeitnehmer gut zu behandeln." Bei Siemens war am Nachmittag die zweite Schicht ebenfalls zu einem Warnstreik aufgerufen, bei Grammer folgten am Vormittag 750 von 1100 aufgerufenen Arbeitnehmern der Aufforderung, die Arbeit niederzulegen. Bild: exb

von Andreas Ascherl Kontakt Profil
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