14.07.2017 - 18:10 Uhr
Oberpfalz

19. Ausbildungsmesse der Wirtschaftsjunioren Gute Chancen auf Traumberuf

Es muss nicht immer ein Hochschulstudium sein - auch eine betriebliche Berufsausbildung bietet gute Karrierechancen. Voraussetzung dafür ist, dass ein Job ausgewählt wird, der den persönlichen Neigungen und Fähigkeiten entspricht. Möglich ist eine Vorauswahl bei der Ausbildungsmesse der Wirtschaftsjunioren.

An der Ausbildungsmesse der Wirtschaftsjunioren nahmen im vergangenen Jahr 1400 Schüler teil. Laut Angaben der Organisatoren sind für die Veranstaltung die am Dienstag, 18. Juli, um 8 Uhr beginnt, bereits rund 1200 junge Leute angemeldet. Bild: Steinbacher
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Amberg. (tk) Dieter Kohl, der Vorstandsprecher der Wirtschaftsjunioren Amberg-Sulzbach, weiß allerdings: "Die Auswahl des richtigen Ausbildungsberufes ist nicht einfach." Derzeit gibt es in Deutschland rund 330 anerkannte Varianten. Zusätzlich können die Jugendlichen eine ganze Reihe von Jobs an Berufsfachschulen erlernen, die zu einem staatlichen Abschluss führen. Eine wichtige Orientierungshilfe bietet die 19. Ausbildungsmesse, zu der die Wirtschaftsjunioren mit der Industrie- und Handelskammer für Dienstag, 18 Juli, ins ACC einladen. Informationen gibt es von 8 bis 13 Uhr.

Praktikum empfohlen

Johann Schmalzl, Geschäftsführer der Wirtschaftsjunioren und Leiter der IHK-Geschäftsstelle, ist sich sicher: "Nur wenn sich die Schüler ausführlich mit der Arbeitswelt beschäftigen und wenn sie sich gut informieren, können sie den richtigen Beruf auswählen. Deshalb empfiehlt er neben dem Besuch der Messe auch Praktika in den Berufen, für die sich die Jugendlichen interessieren.

Das Angebot der Messe ist wieder gewachsen. Insgesamt erhalten die Teilnehmer von 45 Unternehmen, Verbänden und Berufsfachschulen einen Überblick über 150 Ausbildungsberufe und Studiengänge. Neben Einzelgesprächen an den Ständen bieten die Firmen und Fachschulen wieder Workshops an.

Alle 30 Minuten

Im 30-Minuten-Turnus werden dabei die Anforderungen an die Bewerber, die wesentlichen Ausbildungsinhalte und die späteren Beschäftigungs- und Karrieremöglichkeiten vorgestellt. Die Schüler erfahren dabei auch, wie hoch die Ausbildungsvergütung in den einzelnen Branchen ist. Als Aussteller neu dabei sind heuer die Firmen Käfer & Hummel, Frischmann Druck & Medien, Lidl, das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung sowie das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zusammen mit dem Maschinen- und Betriebshilfsring.

Bei den Berufsberatern der Agentur für Arbeit und am Informationsstand der IHK gibt es zudem Infos über alle Berufe, die nicht bei der Messe vertreten sind. Unter dem Motto: "Frag die Ausbildungs-Scouts - Azubis geben Tipps zur Berufsorientierung sowie zu Bewerbungsgesprächen und erzählen über ihre Ausbildung" stehen am IHK-Stand auch Auszubildende als Ansprechpartner zur Verfügung.

Weil die Eltern einen großen Einfluss auf die Berufswahl-Entscheidung ihrer Kinder nehmen, sind auch sie zu der Messe eingeladen. 1200 Schüler haben sich bei der IHK bereits für den Besuch angemeldet, ebenso rund 100 Flüchtlinge aus Sprach- und Integrationskursen. Eine Anmeldung für den Besuch der Messe ist nicht erforderlich.

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Das komplette Programm:

www.www.ihk-regensburg.de/veranstaltungen

Die Auswahl des richtigen Ausbildungsberufes ist nicht einfach.Dieter Kohl, Vorstandssprecher der Wirtschaftsjunioren

Mehr freie Stellen als Bewerber

Dass im Raum Amberg die Chancen auf einen Ausbildungsplatz im Traumberuf so gut wie lange nicht sind, zeigen laut Johann Schmalzl von der IHK die neuesten Zahlen vom Ausbildungsmarkt Danach waren Ende Juni für den Ausbildungsbeginn im Herbst 2017 bei der Arbeitsagentur noch 263 unbesetzte Lehrstellen gemeldet, aber nur noch 122 Schulabgänger, die einen Ausbildungsplatz suchen. (tk)

Auch duales Studium

Da Unternehmen im Raum Amberg-Sulzbach duale Studiengänge anbieten, sollten auch Gymnasiasten und Fachoberschüler den Messebesuch einplanen. Der große Vorteil für die Abiturienten: "Die Betriebe finanzieren mit der Ausbildungsvergütung den Lebensunterhalt für das Studium", sagt Bernhard Reif von der IHK. Zudem würden die jungen Leute "viel näher an der betrieblichen Praxis ausgebildet". (tk)

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