05.09.2017 - 17:28 Uhr
Oberpfalz

Acht neue Azubis bei der Verwaltung, auch ein Flüchtling aus Afghanistan Stadt stellt Asylbewerber ein

Acht junge Menschen starten bei der Stadt Amberg ins Berufsleben. In genau soviel Lehrberufen wird beim zweitgrößten Arbeitgeber vor Ort nach Siemens ausgebildet, wobei diesmal auch das Thema Integration hineinspielt, wie eine Pressemitteilung aus dem Rathaus hervorhebt. Genauer gesagt geht es um einen Asylbewerber, der eine Stelle erhalten hat. Er heißt Rafael Mehri und kommt aus Afghanistan.

Acht junge Menschen freuen sich bei der Stadt Amberg über den Start ihrer Ausbildung: (vorne von links) Julia Münster, Janine Kretschmer, Felix Dirscherl, Luisa Ehrensperger, Nicole Hauer, Rafael Mehri, Nadine Domogalla und Barbara Ehbauer. Offiziell begrüßt wurden sie von (von rechts hinten) Ausbildungsleiterin Eveline Süß, Bürgermeister Martin Preuß und Personalreferent Bernhard Mitko. Bild: exb
von Externer BeitragProfil

Trotz angefangenem Betriebswirtschaftslehre-Studium entschloss er sich laut Stadt, nach Europa auszureisen. "In Deutschland angekommen, fühlte er sich sofort wohl und will hier heimisch werden. Er weiß, wie wichtig eine Ausbildung für die Integration ist." Nach einem Praktikum bei der Verwaltung bewarb sich Rafael Mehri für den Lehrberuf Fachinformatiker und wurde nun genommen. Zwischenzeitlich jobbte er in der städtischen IT-Abteilung und half bei der Installierung einer neuen Telefonanlage. Seit 1. September gehört er offiziell zu den acht neuen Azubis bei der Stadt. Begrüßt wurden alle in einer kleinen Feierstunde von Bürgermeister Martin Preuß, Personalreferent Bernhard Mitko und Ausbildungsleiterin Eveline Süß.

Neben Rafael Mehri in seinem Feld als Fachinformatiker möchten Barbara Ehbauer, Janine Kretschmer und Nicole Hauer Verwaltungsfachangestellte werden. Als Anwärterin schlägt Julia Münster die Beamtenlaufbahn ein. Felix Dirscherl beginnt seine Lehre als Vermessungstechniker im Baureferat und Nadine Domogalla lässt sich zur Gärtnerin ausbilden. Kauffrau für Tourismus und Freizeit ist das Berufsziel von Luisa Ehrensperger.

Um für die Ausbildung gewappnet zu sein, lud die Stadtverwaltung bereits zu Einführungstagen. Dabei bekamen die jungen Leute wichtige Informationen zur Hand und ihnen wurden die verschiedenen Ausbildungsstätten vorgestellt. So unternahmen die Neuen einen Ämterrundgang und fuhren auch in die Gärtnerei, ins Baureferat und ins Jobcenter. Abgerundet wurde die Unterweisung nach Auskunft der Pressestelle mit einer EDV-Schulung und einem Business-Knigge-Seminar.

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