13.05.2018 - 18:20 Uhr
Oberpfalz

Amberger Mobilitätsausstellung Bei Mobilität bewegt sich was

Gute Antworten auf die Fragen nach der Dieselproblematik und den E-Mobil-Modellen - die brauchen am Wochenende alle Aussteller bei der "AMotion". Wobei überrascht, dass es bei der E-Mobilität ein Gefährt gibt, das schon 80 Prozent des Marktes beherrscht.

von Markus Müller Kontakt Profil

Mehr Besucherzuspruch hätten sich alle von der AZ befragten Autohäuser zur Amberger Mobilitätsausstellung gewünscht. "Aber das war jetzt das erste Mal nach zehn Jahren Pause, vielleicht muss sich das erst wieder entwickeln", vermutete Berthold Kerres (Opel Schwarzkopf).

Der Verbrauch der Verbrennungsmotoren sei gar kein so groß diskutiertes Thema, erzählte Birgit Aures vom gleichnamigen Ford-Autohaus. Eher interessierten sich die Passanten für höhere Modelle, bei denen auch Ältere bequem einsteigen können. Bei Fischer Automobile (Audi, VW) wurde - womöglich wetterbedingt - viel nach Cabrios gefragt. "Aber auch der kleine SUV-Bereich liegt sehr stark im Trend", berichtete der örtliche Betriebsleiter Roland Franz. Mercedes wird deshalb im nächsten Jahr seinen ersten rein elektrischen SUV auf den Markt bringen, kündigte Verkaufsleiter Michael Götz vom Autohaus Widmann an. Sein Eindruck: Die Dieseldebatte hat bei den Kunden ein Umdenken bewirkt. Zur E-Mobilität gebe es jetzt viele mehr Nachfragen als vor einem Jahr. Auf diesen Duck des Marktes müsse der Hersteller einfach mit einer richtiggehenden Modelloffensive im zweiten Halbjahr reagieren.

Aber der Nächste ...

Diese Sichtweise unterstützt Werner Hüttner, der seit 2012 E-Auto fährt und gerne seinen Mitmenschen von den Vorzügen dieser Fortbewegungsart erzählt. Bei der "AMotion" tat er dies mit seinem Renault ZOE als Praxisbeispiel auf dem Parkplatz vor dem Landratsamt, wo die Sonderschau zur Elektromobilität lief. "Die Leute sind da immer besser informiert", hat der Schäfloher festgestellt. "Viele befassen sich schon mit dem Gedanken, dass das nächste Auto ein E-Auto sein wird."

Bei den Fahrrädern ist diese Entwicklung schon eingetreten. "80 Prozent von dem, was wir im Laden verkaufen, sind E-Bikes", verriet Adriana Chesaru vom Fachgeschäft Fahrradprofi. "Das war auch für uns überraschend, dass das im vergangenen Jahr auf einen Schlag so viel geworden ist." Muss doch der Käufer hier mit einem Kostenaufschlag von rund 30 Prozent rechnen. Aber in einer Region mit vielen Steigungen komme man mit elektrischer Unterstützung eben wesentlich angenehmer vorwärts. Und im zweiten Schritt nutzten viele Kunden das E-Bike, um damit in die Arbeit zu fahren. "Die lassen ihr Auto jetzt einfach stehen."

Wer sich übrigens fragt, was derzeit beim Kauf eines neuen Fahrzeugs die beliebteste Farbe ist, den kann Gerhard Scharl aufklären. "Weiß ist schon seit Jahren der Trend", sagte der örtliche Verkaufsleiter des Autohauses Lell (BMW). "Und das hält immer noch an."

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