23.08.2017 - 17:26 Uhr
Oberpfalz

Amberger Unternehmen mit glänzenden Zahlen Spitze beim Export

Internationale Abschottung, Handelsschranken? Für das verarbeitende Gewerbe im Raum Amberg wäre das pures Gift. Die exportorientierten Unternehmen haben im ersten Halbjahr 2017 erneut kräftig zugelegt.

Produkte, gefertigt in Amberg, gehen in alle Welt - beim Export legten die Unternehmen im ersten Halbjahr kräftig zu. Archivbild: hs
von Uli Piehler Kontakt Profil

Für das erste Halbjahr 2017 melden die Amberger Firmen satte Zuwächse beim Export. Das verarbeitende Gewerbe in der Stadt lieferte von Anfang Januar bis Ende Juni Waren im Wert von 1,02 Milliarden Euro an Abnehmer im Ausland. Das sind 14,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. "Und das von einem ohnehin hohen Niveau aus", erklärte der Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Amberg, Johann Schmalzl.

So liegt der Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes in der Stadt in den ersten sechs Monaten 2017 bei nahezu 1,3 Milliarden Euro (plus 9,3 Prozent). Damit überflügelt Amberg die Zuwachswerte für den IHK-Bezirk (plus 3,6 Prozent) und Bayern (plus 3,7 Prozent) deutlich.

Der Landkreis Amberg-Sulzbach steht ähnlich gut da: Bei einem Gesamtumsatz von 582 Millionen Euro ist ein Anstieg von 7,5 Prozent zu verzeichnen. Auch hier gehen die positiven Zahlen vor allem auf einen boomenden Export zurück. Er hat mit einer Summe von 216 Millionen Euro im ersten Halbjahr deutlich zugelegt.

Der Zuwachs liegt hier sogar bei 14,6 Prozent und katapultiert den Kreis beim Export-Plus an die Spitze der Landkreise im IHK-Bezirk Regensburg. In die Statistik flossen die Zahlen aller Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes ein, die mindestens 50 Beschäftigte haben. "Für die positive Umsatzentwicklung ist ein Mix der Märkte ausschlaggebend", bestätigt Nikola Heckmann, Mitglied der Geschäftsleitung bei Korodur in Amberg. Der Hersteller von Industrieböden gleicht Marktschwankungen aus, indem er seinen Fokus auf neue Länder und Produktdiversifikation richtet. Unbehagen bereitet Heckmann das USA-Geschäft. Durch die Abhängigkeit vom Wechselkurs gilt es als unsicher.

Nach Angaben der IHK-Geschäftstelle hat die Stadt nach wie vor die höchste Industriedichte in Bayern. In Amberg arbeiten pro 1000 Einwohner 212 Menschen in Industriebetrieben. Der Durchschnittswert für Bayern liegt bei 97,5. "Das zeigt aber auch, dass wir Nachholbedarf im Dienstleistungssektor haben", erklärt Schmalzl.

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