11.03.2018 - 15:32 Uhr

Demografischer Wandel plagt auch Kreisverband der Wohneigentümer Wo ist der Nachwuchs?

Nach 13 Jahren gibt der Kreisvorsitzende der Wohneigentümer seinen Posten ab: Rudolf Sitter sagt Servus und übergibt an Reinhard Ott aus Ensdorf. Viel hat sich bei der Gemeinschaft der Häuslebauer geändert. Unter anderem plagt sie der demografische Wandel.

Der scheidende Kreisvorsitzende Rudolf Sitter (von links), sein Nachfolger Reinhard Ott, stellvertretender Kreisvorsitzender Hans Luber, Schatzmeister Bernhard Exner, Schriftführer Karl Ringer und die Mitglieder des erweiterten Vorstands. Bilder: usc (2)
von Autor USCProfil

Als der nun scheidende Kreisvorsitzende Rudolf Sitter vor knapp 13 Jahren seinen Posten antrat, gab es noch 34 Siedlergemeinschaften im Landkreis und in der Stadt Amberg. Insgesamt waren es 7600 Mitglieder. Über die Jahre fanden sich immer weniger Freiwillige, die ein Vorstandsamt übernehmen wollten. So sind es heute noch 30 Gemeinschaften.

Der demografische Wandel fordert demnach auch beim Verband seinen Tribut, erklärte Sitter. "Mir bereitet das Fehlen des Nachwuchses Sorge. Wie soll sonst die Siedlergemeinschaft, der Kreis- und Bezirksverband die Interessen der Häuslebauer gegenüber der Kommune und dem Land vertreten können?" Der Präsident des Landesverbands Siegmund Schauer fordere bereits ein "Zurück zur alten Mundpropaganda", sagte Sitter. Indes gab es von Landrat Richard Reisinger anerkennende Worte für die Leistungen des "durchsetzungsstarken und erfolgreichen" Verbands Wohneigentum. "Eigentum braucht Schutz. Da sind Sie die beste Schutzmacht", versicherte er. "Sie paaren professionelle Beratung mit ehrenamtlichem Engagement." Dem scheidenden Kreisvorsitzenden Sitter attestierte Reisinger Professionalität, Kompetenz und Leidenschaft in der Führung des Kreisverbands.

"Familie sagt danke"

Der Kreisverband bekam nach den Neuwahlen (siehe Kasten) ein neues Gesicht. Wer konnte besser über die Zeit mit Sitter an der Spitze sprechen als der ebenfalls scheidende stellvertretende Vorsitzende Heinz Meinl. Sitter habe sehr viel für den Kreisverband und damit für jedes einzelne Mitglied getan. Er hat das nötige Gemeinschaftsgefühl geschaffen. "Für ihn gab es kaum ein freies Wochenende. Seine Meinung zu Siedlerthemen ist nicht nur in den Gemeinschaften oder in der Kreisvorstandschaft gefragt, sondern auch der Bezirk weiß, was er an Dir hat." Meinl erinnerte auch an Sitters Engagement für das Verteilen der Verbandszeitschrift. Der Begriff "Straßenausbaubeitragssatzung" sei in Siedlerkreisen das Unwort der vergangenen Jahre gewesen. "Er war von Anfang an ein Gegner dieser Abrechnungsmethode. Er hat oft klar gemacht, dass die Satzung weg muss." Wie es nun aussehe, könnte Sitters Wunsch in Erfüllung gehen.

Er habe auch Themen wie Photovoltaik, Solarthermie, erneuerbare Energien oder Versicherungen für die Siedler aufgegriffen. "Die Familie ist froh, dass du den Kreisverband über viele Jahre geführt und ihm seinen Stempel aufgedrückt hast."

Wahlergebnis

Zum Nachfolger von Rudolf Sitter wählten die Delegierten den stellvertretenden Kreisvorsitzenden und Vorsitzenden der Siedlergemeinschaft Ensdorf, Reinhold Ott . Als dessen Stellvertreter fungiert Hans Luber aus Hahnbach, als Kassier Bernhard Exner aus Amberg, als Schriftführer Karl Ringer aus Vilseck. Beisitzer sind Helmut Igl aus Kümmersbruck, Wilhelm Zinnbauer aus Sorghof, Anita Knorr aus Ammerthal, Norbert Wasner aus Karmensölden, Hermann Paulus aus Edelsfeld und Christian Aust aus Ursensollen. Zu Revisoren wurden Peter Lehmeier , Amberg-Katharinenhöhe, und Georg Strecker aus Fuchsstein-Speckmannshof. Zu stellvertretenden Kassieren sind Jakob Eichinger , Amberg-Katharinenhöhe, und Sabine Strömel , Ursulapoppenricht, gewählt worden. (usc)

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