15.10.2017 - 14:40 Uhr
Oberpfalz

Geschäftsführer Stephan Prechtl legt positive Bilanz vor Stadtwerke in blendender Form

2016 war ein gutes Jahr für die Stadtwerke. Entsprechend zufrieden zeigte sich Geschäftsführer Stephan Prechtl bei der Vorstellung des Geschäftsberichts im Stadtrat. Wichtig war ihm: "Das Unternehmen, Ihr Unternehmen ist schuldenfrei."

Stadtwerke Amberg
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

3,623 Millionen Euro Jahresüberschuss war die stolze Zahl, die Prechtl für 2016 präsentierte. Dazu eine Bilanzsumme für den Gesamtkonzern, der neben der Energie- und Wasserversorgung auch für den Betrieb der Bäder und zweier Tiefgaragen zuständig ist, von über 102 Millionen Euro. Der Umsatzerlös liegt bei über 75 Millionen Euro, wegen seiner hervorragenden Zahlen, so betonte Prechtl, hat die Deutsche Bundesbank den Stadtwerken die "Notenbankfähigkeit" verliehen.

Prechtl war bei seinem Vortrag aber noch etwas ganz anderes wichtig: Dass die Versorgung der Bürger mit Strom, Gas und Wasser auch unter erschwerten Bedingungen gesichert ist. Beispielsweise bei einem "Blackout", dem totalen Stromausfall, wie es ihn vor allem in den USA bereits öfter gegeben hat. Aber auch Attacken aus dem Internet nehmen die Stadtwerke ernst. Denn Cyber-Angriffe würden für Unternehmen zunehmend zum Problem.

Absoluter Spitzenwert

1,83 Minuten hatte ein Kunde der Amberger Stadtwerke im Jahr 2016 durchschnittlich keinen Strom, rechnete Prechtl vor. "Das ist ein Spitzenwert im ohnehin sehr guten Bayern und Deutschland. Um von der Tschechischen Republik und Portugal erst gar nicht zu reden. Um dieses Niveau halten zu können, gehören laut Prechtl natürlich regelmäßige Investitionen ins Netz und die Anlagen zum absoluten Standard. 7,74 Millionen Euro steckten die Stadtwerke 2016 in Investitionen und Unterhalt der Versorgungs GmbH, die für das Energie- und Wassergeschäft zuständig zeichnet.

Ein paar Zahlen: 252,6 (2015: 249,6) Gigawattstunden Strom wurden 2016 im Geschäftsbereich der Stadtwerke verbraucht, 223 (209) Millionen davon steuerte das Unternehmen aus dem eigenen Vertrieb bei. Von den 511 (474) Gigawattstunden an Gas kamen 421 (384) aus dem Vertrieb der Stadtwerke. An Wärme lieferten die Stadtwerke 2016 28 Gigawattstunden, Tendenz stark steigend. Denn das neue Baugebiet am Drillingsfeld wird ja ebenfalls zentral via Blockheizkraftwerk versorgt.

Geld bleibt in der Region

Nicht alle Geschäftszweige der Stadtwerke aber bringen Gewinne in die Kasse der städtischen Tochter. Der Betrieb der Bäder und der beiden Tiefgaragen sind zwar laut Prechtl durchaus eine große Bereicherung für das gesellschaftliche Leben in der Stadt - Geld werfen sie aber keines ab. Im Gegenteil: Jahr für Jahr stecken die Stadtwerke Millionen in diesen Geschäftszweig, wohl wissend, dass er niemals kostendeckend arbeiten wird. 375 000 Besucher schwammen im Jahr 2016 im Kufü, 108 000 im Hockermühlbad, dessen Besucherzahlen naturgemäß stark von der Witterung abhängig sind. Noch einmal 75 000 Frauen und Männer nutzten im Vorjahr die großzügige Saunalandschaft neben dem Kurfürstenbad.

Zusätzlich zu den Kernaufgaben widmen sich die Stadtwerke auch sozialen Dingen, wie Stephan Prechtl am Montag ausführte. Ein umfangreiches Engagement im Bereich Sport, Kultur und Bildung hatte er als Ausweis dafür mitgebracht. Bleibt noch die zentrale Bedeutung der Stadtwerke für die Region in Form der Wertschöpfung, dieser Mischung aus Löhnen und Gehältern, Investitionen über lokale Firmen oder Steuern. Die liegt für die vergangenen zehn Jahre bei rund 92 Millionen Euro. "Geld, das unserer Region sonst verloren wäre", wie Prechtl betonte.

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