29.03.2018 - 16:26 Uhr

Gestaltungswettbewerb zum Parkhaus Marienstraße Pablo de la Riestras Stadtansicht macht das Rennen

Und der Gewinner ist: der Architekturzeichner Pablo de la Riestra. Seine Grafiken dienen als Vorlage für die Fassade des neuen Parkhauses an der Marienstraße. Gleich vier Amberger haben dessen bekannte Stadtsilhouette beim Gestaltungswettbewerb eingereicht.

von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

96 Bewerber und mehr als 200 Vorschläge: "Es ist wirklich erfreulich, wie viele Amberger kreativ waren. Die Vorschläge sind teilweise recht unterschiedlich. Doch auf das Thema Historie hat sich die Jury schnell einigen können", erklärte Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny. Am Donnerstag hatten die Verantwortlichen der Stadt die preisgekrönten Einsender zu einer Verleihung geladen.

Einer von ihnen ist der Chef des Luftkunstmuseums, Wilhelm Koch. Er war es auch, der 2006 den argentinischen Architekturhistoriker und -zeichner Pablo de la Riestra zum ersten Mal nach Amberg holte. Pünktlich zur 975-Jahr-Feier der Stadt entstand das Buch "Amberg und seine schönsten historischen Bauwerke" mit den bekannten Tuschezeichnungen und Hand-Colorationen. "Als Vorlage zur Fassadengestaltung eignet sich das hervorragend", sagte Koch. Derselben Ansicht waren auch die Einreicher Walter Prucker, Herbert Riechhart und Klaus Herdegen. "De la Riestras Werke sind in der Bevölkerung präsent", erklärte Stadträtin und Jurymitglied Barbara Lanzinger. Dadurch habe man sich im Gremium schnell auf diese Idee einigen können.

Die Collage von de la Riestra ist um weitere Motive erweitert worden, informierte Referent Bernhard Mitko. "Damit nicht zu viele weiße Flächen zu sehen sind." Die Ansicht sei nun verdichtet - und alle Stadttore sind auf einmal zu sehen. Das Besondere an der Fassade ist zudem die Einteilung in Lisenen. Sie sollen der besseren Belüftung des Parkhauses dienen. Konkret heißt das, die Collage wird im 30-Grad-Winkel auf einzelne Pfeiler foliert. Am besten erkennt man demnach das Werk von der Regensburger Straße aus.

Stadt in der Herzfrequenz

Doch auch eine andere Idee gefiel der Jury so gut, dass sie bei der weiteren Planung der Innen- und Treppenräume berücksichtigt wird: Nico Aust zeichnete die Stadtsilhouette als Herzfrequenz-Linie nach und schaffte damit einen Bezug zum nahe gelegenen St.-Marien-Klinikum. "Das ehemalige Baumann-Gelände und das Krankenhaus sind derart prägende Themen, die wir weiterverfolgen.

Bauarbeiten: Kommende Woche geht es los

Der Startschuss für die Bauarbeiten am neuen Parkhaus Marienstraße fällt am Dienstag, 3. April. Bei optimalem Wetter rechnet Rechtsreferent Bernhard Mitko mit einer Bauzeit von rund zwölf Monaten. Von den derzeit 219 Freiflächen-Parkplätzen fallen damit 140 weg. Allerdings sei die Kapazität bisher nie ausgelastet gewesen, teilt Mitko mit. Zwischen 70 und 80 Stellplätze bleiben - auch während der Arbeiten - erhalten. Zusätzlich soll es aber eine Verstärkung der Buslinie vom Maxplatz (Kräuterwiese) zum Klinikum geben. Weitere Parkmöglichkeiten sind in der Bahnhoftiefgarage, Tiefgarage am Ziegeltor und die Stellplätze an der Schlachthausstraße/Regensburger Straße mit einer Höchstparkdauer von vier Stunden. (spw)

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