13.10.2017 - 20:26 Uhr
Oberpfalz

Grammer leidet an Folgen von Streit mit Hastor Ziel nicht erreicht

Autozulieferer Grammer leidet unter den Folgeschäden des erbitterten Streits zwischen Vorstand und dem unerwünschten Großaktionär Hastor. In diesem Jahr wird der Aufragseingang deutlich unter den Erwartungen liegen, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Anschließend brachen die Grammer-Aktien an der Börse ein.

von Agentur DPAProfil

Als Grund nannte die Grammer-Chefetage unter Hinweis auf die "Entwicklung der Aktionärsstruktur" die Zurückhaltung einiger Premiumhersteller bei Neuaufträgen. Laut Unternehmensleitung ist ein wesentlicher globaler Folgeauftrag überraschend ausgeblieben, nun bleibt Grammer auf den Entwicklungskosten sitzen. Wegen dieser Sonderkosten von rund 10 Millionen Euro werde Grammer die angestrebte Rendite von rund 5 Prozent in diesem Jahr verfehlen, aber über dem Vorjahreswert von 4 Prozent liegen.

Die "Entwicklung der Aktionärsstruktur" bezieht sich auf den Kampf gegen die bosnische Hastor-Gruppe, die 23 Prozent der Anteile hält, die Macht bei Grammer übernehmen und den Vorstand feuern wollte. Das scheiterte auf der Hauptversammlung im Mai. Hastor ist in der deutschen Autoindustrie nicht gut angesehen, weil die Gruppe VW mit Lieferstopps unter Druck gesetzt hatte.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp