07.02.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Gute Konjunktur und Führungsstreit Grammer verdient besser

Der in einen Eigentümerstreit verwickelte Zulieferer Grammer hat 2016 von der guten Autokonjunktur profitiert. Den Umsatz konnte das im SDax notierte Unternehmen nach vorläufigen Zahlen um 19 Prozent auf 1,69 Milliarden Euro steigern, wie Grammer am Dienstag mitteilte. Gut lief vor allem das Geschäft mit Mittelkonsolen, die Grammer an die Autoindustrie liefert.

von Agentur DPAProfil

Dabei konnte das Amberger Unternehmen wegen Kostensenkungen auch besser verdienen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte um 70 Prozent auf 72 Millionen Euro. Den Geschäftsbericht will das Unternehmen am 29. März veröffentlichen. Indes warnte Grammer vor den Folgen des entbrannten Führungsstreits - die Aufträge könnten leiden. Das Management wehrt sich derzeit gegen den Einfluss der Investmentgruppe Cascade der bosnischen Unternehmerfamilie Hastor, die mit dem Lieferboykott an VW Schlagzeilen machte. Mit Anteilen der Beteiligungsgruppe Haslog halten die Hastors nach Grammer-Angaben über 20 Prozent der Stimmrechte. Vergangene Woche lehnte das Management Forderungen ab, Teile des Aufsichtsrates auszutauschen. Zudem wollen die Hastors Vorstandschef Hartmut Müller das Vertrauen entziehen.

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