27.11.2017 - 17:46 Uhr
Oberpfalz

Heinz Wiesnet im Alter von 68 Jahren verstorben Einst Gesicht der Luitpoldhütte

"Auch wenn andere ständig gewechselt haben, blieb er für uns stets der Fels in der Brandung", weiß Franz Mertel, LH-Personalchef und langjähriger Wegbegleiter von Heinz Wiesnet. Dieser ist am Samstag im Alter von 68 Jahren verstorben, friedlich in den eigenen vier Wänden eingeschlafen.

Heinz Wiesnet - er starb am Samstag in den vier Wänden seines Hauses in Traßlberg. Bild: Hartl
von Erich Lobenhofer Kontakt Profil

Es sind gerade mal dreieinhalb Jahre, die dem einstigen Arbeitsdirektor und Vorstand der früheren Luitpoldhütte AG im Ruhestand vergönnt waren. Die Halbmast-Beflaggung an den Toren der Gießerei zeigt dies nach außen hin an.

Heinz Wiesnet hat in dem Traditionsunternehmen eine einzigartige Karriere durchlebt. In Luitpoldhöhe geboren, trat er 1965 seine Lehre als Industriekaufmann an und kletterte danach über die Stationen Sachbearbeiter in der Personalabteilung, Ausbildungsleiter für kaufmännische Berufe und Personalgruppenleiter sowie Personalleiter kontinuierlich nach oben. Nachdem er das Betriebswirts-Diplom an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Ostbayern erworben hatte, rückte der verheiratete Vater zweier erwachsener Kinder bei der LH in die Position des Arbeitsdirektors und zugleich stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden auf.

Bis dahin und auch in den folgenden Jahren engagierte sich Wiesnet vielfältig in einer Reihe von Ehrenämtern, darunter als Richter am Sozialgericht in Regensburg sowie beim Landessozialgericht in München. Wiederholt musste er die komplette Verantwortung als Vorstandsvorsitzender des einst von diversen Krisen geprägten Unternehmens übernehmen, sei es wegen des Wechsels der Mehrheitsanteile von der französischen Farinia BV an den russischen Konzern Tractor Plants, sei es wegen der häufig nur kurzen Halbwertszeit früherer Vorstandsvorsitzender.

Vielen aus der Belegschaft bleibt Wiesnet in guter Erinnerung, weiß Betriebsratsvorsitzender Christian Zwack denn: "Er war für uns stets das Bindeglied zwischen den Mitarbeitern und dem Führungspersonal."

Der Trauergottesdienst für Heinz Wiesnet beginnt am Mittwoch, 29. November, um 14.30 Uhr in der katholischen St.-Michaels-Kirche in Poppenricht. Danach schließt sich die Beerdigung im Poppenrichter Friedhof an.

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