IHK stützt Pläne für Bebauung in der Altstadt
Einmalige Chance für Amberg

Sie geben ein flammendes Plädoyer für die Bebauungspläne in der Altstadt ab: IHK-Geschäftsstellenleiter Johann Schmalzl (links) und der stellvertretende Vorsitzende des IHK-Gremiums Amberg-Sulzbach, Markus Frauendorfer. Bild: Hartl

"Es ist Zeit, entschlossen und zukunftsorientiert zu handeln." Das ist der Kern der Botschaft, den die Industrie- und Handelskammer in Sachen Bürgerspital und Neue Münze aussendet. Die Wirtschaftsvertreter unterstützen die Pläne der Stadt mit deutlichen Worten.

Der Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Amberg, Johann Schmalzl, stellt dem Stadtrat, der Stadtverwaltung und der städtischen Gewerbebau GmbH ein gutes Zeugnis aus: Die Vertreter der regionalen Wirtschaft seien überzeugt, dass mit den vorgelegten Konzepten zur Belebung der östlichen Altstadt ein guter Mix aus Handel, Dienstleistung und Wohnen realisiert werden könne. "Viel zu lange schon belastet der Leerstand im Forum die Amberger Innenstadt. Jetzt besteht die Chance, an dieser Stelle Flächen für Handel und Dienstleister zu schaffen, die sich an den Bedürfnissen der Betriebe und Kunden orientieren."

Markus Frauendorfer ist stellvertretender Vorsitzender des IHK-Gremiums Amberg-Sulzbach, das rund 9900 Gewerbetreibende in der Region vertritt. Er erklärt, warum gerade moderne Dienstleistungsflächen gebraucht werden. "Das sind Frequenzbringer für das Stadtzentrum." Viele Praxen, Kanzleien und andere Büros hätten in den vergangenen Jahren die Altstadt verlassen, weil keine adäquaten Flächen zur Verfügung gestanden seien. "Mit den Neubauten im Bereich Forum und Bürgerspital besteht jetzt die Chance, den Aderlass zu beenden."

Dazu gehört nach Schmalzls und Frauendorfers Ansicht auch eine Tiefgarage mit öffentlichen Parkplätzen und einer möglichst einfach zu erreichenden Zufahrt. "Wenn wir die Herausforderungen des Strukturwandels erfolgreich annehmen wollen, dann brauchen wir auch ein Stück weit Mut zur Modernität", betont Frauendorfer. Die vorliegenden Konzepte für die Neue Münze und das Bürgerspitalareal zeigten, dass sich historische Gebäude und aktuelle, hochwertige Architektur durchaus gut verbinden ließen. Er verweist darauf, dass der Unterhalt der vielen historischen, denkmalgeschützten Gebäude in der Innenstadt auch Geld koste. "Wir werden diese Häuser nur dann attraktiv erhalten können, wenn die Besitzer mit ihren Häusern auch das dafür notwendige Geld verdienen."

Auch der Vorsitzende des IHK-Gremiums Amberg-Sulzbach, Rolf Pfeiffer, wird sehr deutlich: "Es muss Schluss sein mit der ewig rückwärtsgewandten Argumentation, die in Amberg eher ein Museum sieht, als eine zukunftsorientierte und wirtschaftliche florierende Stadt."

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Weitere Artikel und Informationen im Internet:

www.onetz.de/themen/buergerspital

Die Vertreter der regionalen Wirtschaft waren und sind überzeugt, dass mit den vorgelegten Konzepten ein guter Mix aus Handel, Dienstleistung und Wohnen realisiert werden kann.Markus Frauendorfer, stellvertretender Vorsitzender IHK-Gremium Amberg-Sulzbach


Es muss Schluss sein mit der ewig rückwärtsgewandten Argumentation, die in Amberg eher ein Museum sieht, als eine zukunftsorientierte und wirtschaftliche florierende Stadt.Rolf Pfeiffer, Vorsitzender IHK-Gremium Amberg-Sulzbach,
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