Im Dezember wieder mehr Arbeitslose, aber:
Robust durch den Winter

Fachkräfte werden in der Region teilweise händeringend gesucht. Gefragt sind laut Angaben der Agentur für Arbeit auch Schweißer. Archivbild: Popp

Im Winter ist das normal: Die Zahl der Arbeitslosen ist im Dezember gestiegen. Zwei andere statistische Wert belegen dafür umso mehr, dass der Arbeitsmarkt derzeit extrem robust ist.

Amberg. (tk) Im Zuständigkeitsbereich der Amberger Agentur für Arbeit (Stadtgebiet und Landkreis ohne Altlandkreis Sulzbach-Rosenberg) ist die Arbeitslosigkeit im Dezember leicht angestiegen. Mitte des Monats waren 2160 Personen gemeldet, 80 mehr als im November. Gegenüber dem Dezember 2015 stieg die Summe merklich an, um rund 190 Frauen und Männer. Das geht aus dem Monatsbericht hervor, den die Behörde am Dienstag veröffentlichte. Die Quote erhöhte sich von 3,7 Prozent im November auf 3,9. Im Dezember 2015 lag sie bei 3,5 Prozent. Im Laufe des Berichtsmonats meldeten sich 660 Personen neu oder erneut arbeitslos, rund 40 mehr als das vor zwölf Monaten der Fall war.

Saisonale Kurzarbeit

"Die Zahl der Arbeitslosen stieg von November auf Dezember saisonal bedingt leicht an. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die alljährlich jahreszeitlich bedingten vorübergehenden Freisetzungen", kommentierte der Leiter der Amberger Arbeitsagentur, Franz Elsner, die aktuelle Entwicklung. Mit dramatischen Einbrüchen rechnet der Geschäftsstellenleiter allerdings nicht, da sich durch das Saisonkurzarbeitergeld vielfach saisonbedingte Kündigungen vor allem im Bau- und Baunebengewerbe vermeiden ließen.

Zudem hätten die noch sehr günstigen Witterungsverhältnisse dazu beigetragen, dass viele befristete Arbeitsverhältnisse in der Baubranche verlängert worden seien. Darum sei die saisonal bedingte Arbeitslosigkeit noch nicht in größerem Umfang eingetreten. Franz Elsner weiter: "Bei allgemein weiter anhaltender Dynamik am Arbeitsmarkt sind nach wie vor gut ausgebildete Fachkräfte aus der Elektro- sowie Heizungs- und Sanitärbranche gesucht."

Flexible Teilzeitkräfte

Gefragt seien zudem - wie in den Vormonaten - insbesondere Fachkräfte wie Metallbauer, Industriemechaniker, Schweißer und Mechatroniker. Es bestehe auch weiterhin Bedarf an qualifizierten Fachkräften der Gesundheitsberufe, jedoch vorwiegend für flexible Teilzeitkräfte.

Insgesamt war die Nachfrage nach Arbeitskräften laut Elsner weiter lebhaft. Im Dezember seien im gemeinsamen Stellen-Pool des Arbeitgeber-Services der Arbeitsagentur und des Jobcenters rund 690 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet worden. Das seien rund 110 Angebote beziehungsweise 19 Prozent mehr als im Dezember des Vorjahres. Beides untrügliche Indizien für die Robustheit des Arbeitsmarkts.
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