22.08.2017 - 16:20 Uhr
Oberpfalz

Jobbegleiterin Maria Bogner bringt Neuzugewanderte in Arbeit Werk vieler Akteure

Wie finden Neuzugewanderte eine Arbeitsstelle? Welche Hürden müssen dabei genommen werden? Mit Maria Bogner, die als Jobbegleiterin fungiert, haben der Landkreis, das Jobcenter sowie die Arbeitsagentur gute Erfahrungen gemacht.

Jobbegleiterin Maria Bogner (links) verweist in einem Bilanzgespräch mit Manfred Tröppl (Arbeitsagentur), Sonja Schleicher (Jobcenter), Landrat Richard Reisinger sowie VHS-Leiter Manfred Lehner auf erste Erfolge, Neuzugewanderte in einen Job zu helfen. Bild: exb
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-Sulzbach. "Der Jobbegleiter ist ein sehr gutes Projekt und bei der VHS ideal angesiedelt", mit diesen Worten fasste Landrat Richard Reisinger seine Eindrücke bei einer Zwischenbilanz der Maßnahme zusammen. Der Bedarf, Neuzugewanderte in Arbeit oder in Praktika zu vermitteln, werde noch steigen und sei Teil des strategischen kommunalen Integrationsmanagements. Mit Maria Bogner als Jobbegleiterin habe man eine sehr erfahrene und engagierte Besetzung gefunden, freute sich der Landkreischef. Ziel sei es, Neuzugewanderte nach ihren Deutschkursen so schnell wie möglich in Arbeit zu bringen.

Alle mitnehmen

Manfred Tröppl, Leiter der Arbeitsagentur Amberg, und Jobcenter-Geschäftsführerin Sonja Schleicher unterstrichen den Mehrwert des Projektes Jobbegleiter. Im Landkreis befinden sich aktuell 349 Asylbewerber im laufenden Verfahren und 419 Anerkannte. Auf diesem Weg gelte es, primär alle mitzunehmen, ohne dabei den Blick für die einheimischen Arbeitssuchenden und insbesondere die Langzeitarbeitslosen zu verlieren.

Jobbegleiterin Maria Bogner verwies bei dem Gespräch bereits auf zahlreiche Vermittlungserfolge. Sie reichen von der Arbeitsstelle als Köchin in einem Fünfsterne-Hotel über Stellen als Handwerker und Pizzabäcker bis zum syrischen Rechtsanwalt, der inzwischen für die Regierung der Oberpfalz tätig ist. Die Jobbegleiterin kümmert sich aber nicht nur um die Arbeitssuchenden, sondern sie ist auch Ansprechpartnerin für die Unternehmen, die einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz für Asylbewerber und Geduldete mit guter Bleibeperspektive anbieten möchten. Dazu berät sie unter anderem zu Praktika- und Arbeitsbedingungen, organisiert Betriebsbesichtigungen und hilft bei der Arbeitsaufnahme.

Sonja Schleicher sieht die individuelle Betreuung der arbeitsuchenden Neuzugewanderten durch die Jobbegleiterin, die mit der manchmal stufenweisen Heranführung und mit unterschiedlichsten Förderinstrumenten an den Arbeitsplatz beginnt und nicht mit der Arbeitsaufnahme endet, als gute Hilfestellung in den ersten Monaten der Beschäftigung. "Die erfolgreiche und dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt ist das Werk vieler Akteure. Das Ziel ist natürlich, dass der Einzelne wieder selbstbestimmt und ohne fremde Hilfe den Lebensunterhalt sichern kann und seinen Platz in der Gesellschaft findet."

Sinnvolle Ergänzung

Manfred Tröppl bewertet das Projekt Jobbegleiter als sinnvolle Ergänzung bei der beruflichen und sozialen Integration der Neuzugewanderten. Diese individuelle Unterstützung erfolge zusätzlich zu den Aufgaben und Möglichkeiten der Arbeitsagentur. "Der Mehrwert eines Jobbegleiters für den Weg in die Beschäftigung reicht von der Unterstützung bei Vorstellungsgesprächen über die Klärung der Mobilitätsfrage bis hin zu Hilfen bei Problemen und Konflikten im Arbeitsumfeld."

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