Johanna und Maximilian Kies sind mit Ausbildung fertig
Fliesenleger wie der Papa

Johann Dechant (links, in Vertretung von Landrätin Tanja Schweiger), Johann Seidenschwand (Obermeister Bauinnung Regensburg, Zweiter von links) und Franz Greipl (Vizepräsident Handwerkskammer, Zweiter von rechts) lobten die Prüfungsbesten Fliesenleger und Ausbilder, darunter Maximilian Kies (Dritter von links). Bild: Miriam Luge

Die Bauinnung sieht zuversichtlich in die Zukunft: 29 Gesellen stehen in Regensburg bei der Freisprechungsfeier im Mittelpunkt. Eine Besonderheit ist dabei die Amberger Familie Kies.

Amberg/Regensburg . (mlu) Die guten Berufsaussichten der jungen Betonbauer, Fließenleger, Maurer und Zimmerer betonten neben dem Regensburger Obermeister Johann Seidenschwand auch Johann Dechant in Vertretung von Landrätin Tanja Schweiger und Franz Greipl, Vizepräsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz. "Mit euren Gesellenbriefen seid ihr endgültig in der Bauwirtschaft angekommen", gratulierte Seidenschwand den Gesellen.

Die Baubranche stehe nach einer Durststrecke in den 90er- und 2000er-Jahren wieder gut da und erlebe einen Aufwärtstrend. "Der Bau ist immer ein sicherer Arbeitsplatz. Und Fachkräfte sind dort besonders gefragt." In Deutschland herrsche ein hoher Bau- und Sanierungsbedarf, der die Berufe der Bauinnung zukunftsträchtig mache. Es würden vor allem auch Vorarbeiter und Meister gesucht, mit etwas Ehrgeiz könnten die jungen Gesellen also weit kommen, sagte Seidenschwand. Im Sommer waren 47 Prüflinge angetreten, davon haben 29 die Tests bestanden. "Es ist fast erschreckend, wie viele die Prüfung nicht geschafft haben", sagte der Vizepräsident der Handwerkskammer, Franz Greipl.

Bei den Betonbauern war Michael Pfeiffer der Prüfungsbeste, der von der Firma Zankl aus Viechtach ausgebildet wurde. Die besten Zimmerer waren Dominik Braun (Zimmerei Schollerer aus Sinzing) und Matthias Betz (Holzbau Semmler aus Hemau). Die Fliesenleger hatten ebenfalls zwei Prüfungsbeste, Theresa Schmaußer von der Firma Klier (Velburg) und Maximilian Kies, der von seinem Vater Armin von der Firma Fliesen Kies in Amberg ausgebildet wurde. Auch Johanna Kies, die Schwester von Maximilian, hat ihren Gesellenbrief erhalten. "Persönlich ist es natürlich schon etwas anderes, aber ich habe meine Kinder genauso wie alle anderen Lehrlinge ausgebildet", sagte Chef und Vater Armin Kies. Maximilian möchte jetzt erstmal etwas Berufserfahrung sammeln und dann den Meister machen. "Ich habe das Ziel, den Betrieb mal zu übernehmen." Die Tätigkeit mache ihm viel Spaß: "Da sieht man, was man geleistet hat und kann zufrieden sein." Sein Vater ergänzte: "Wenn ein Kunde uns auf der Straße grüßt und zufrieden ist, dann kann man stolz auf seine Arbeit sein."
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