10.12.2017 - 18:30 Uhr
Oberpfalz

Nach Machtkampf mit Investor Hastor Grammer-Chef: Vorerst keine Jobs in Gefahr

Amberg/Oberpfaffenhofen. Beim Autozulieferer Grammer sind trotz verlorener Aufträge infolge eines Machtkampfs mit dem Großaktionär Hastor derzeit keine Arbeitsplätze in Gefahr. "Aus heutiger Sicht nicht. Es wird sich in den nächsten zwei bis drei Jahren zeigen, ob wir die verlorenen Aufträge kompensieren oder sogar überkompensieren können. Aber wir haben noch gut Zeit und auch die Produkte, um neue Aufträge zu gewinnen", sagte Grammer-Chef Hartmut Müller der Branchenzeitung "Automobilwoche".

Foto: Armin Weigel/dpa
von Agentur DPAProfil

Die umstrittene Hastor-Familie hatte ihren Einfluss auf das Unternehmen nicht erhöhen können, allerdings verlor Grammer durch die monatelangen Querelen wichtige Aufträge. "Im ersten Halbjahr fehlten uns Aufträge in Höhe von 250 Millionen Euro, im zweiten Halbjahr sind noch mal 250 Millionen dazugekommen", erklärte Müller. Insbesondere in den USA und China will das Unternehmen nun wachsen. Dabei soll auch der neue Investor Ningbo Jifeng einen besseren Zugang zu chinesischen Fahrzeugherstellern ermöglichen. "Wir haben dort mit unseren angestammten Kunden in den vergangenen Jahren schon große Wachstumsraten hingelegt. Wenn die chinesischen Fahrzeughersteller hinzukommen, werden wir dort hohe zweistellige Wachstumsraten erreichen. Mit ersten chinesischen Kunden rechnen wir 2018."

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.