Oberpfälzer Baumesse zum 22. Mal im ACC
Bautrends für das eigene Heim

Oberbürgermeister Michael Cerny, ACC-Geschäftsführerin Petra Strobl, Organisator Thomas Resch von Systema Projekte und Harald Graf von der hp-Werbeagentur (von links) sind überzeugt, dass auch die 22. Oberpfälzer Baumesse wieder die Besuchermassen anlocken wird. Eine Neuerung gibt es heuer: Eine virtuelle Messe als Ergänzung. Bild: Sandig

"Schaffe, schaffe, Häusle baue", sagt der Schwabe. Doch der Oberpfälzer steht ihm diesbezüglich in nichts nach. Auch hierzulande ist der Trend zum Eigenheim ungebrochen groß. Aber nicht nur aus diesem Grund ist die Baumesse im ACC seit Jahren ein großer Publikumsmagnet.

Sie ist längst etabliert, die Besucherzahlen belegen das: Die Oberpfälzer Baumesse, die am Samstag und Sonntag, 11. und 12. März, zum 22. Mal im Amberger Kongresszentrum über die Bühne geht, ist ein Selbstläufer geworden. Egal, ob sie ein Eigenheim bauen, ein bestehendes renovieren oder die Wohnung umgestalten wollen: Jahr für Jahr kommen viele Gäste, um sich über neue Trends der Branche zu informieren. "Wer vor 20 Jahren ein Haus gebaut oder eine Wohnung eingerichtet hat, hat sich keine Gedanken gemacht über Smart Home oder Einbruchsschutz", erklärte Oberbürgermeister Michael Cerny den beständigen Wandel. Nach wie vor sei der Trend da, sich etwas Eigenes zu schaffen. Auch Eigentumswohnungen erleben nach den Worten des OB wieder eine Renaissance.

Auch all jene, die nicht bauen, bekommen bei der zweitägigen Fachmesse Anregungen. Jeder sei bestrebt, sich sein Domizil schön einzurichten. "Das ist das Zuhause", erläuterte Cerny die Bedeutung der heimischen vier Wände. Seit 1996 hat die Oberpfälzer Baumesse einen festen Platz im Portfolio des ACC, unterstrich Petra Strobl, Geschäftsführerin des Kongresszentrums. Sie sprach von der "Leitmesse der Baubranche in der Oberpfalz" und wünschte der Veranstaltung gute Besucherzahlen. Auch wenn die zwei Tage alles rund ums Bauen bieten, so wurde laut Organisator Thomas Resch (Systema Projekte) aus Hauzenberg doch ein Schwerpunkt gesetzt: Einbruchsschutz. "Das ist ein sehr aktuelles Thema", begründete er diese Entscheidung. Ein weiterer Fokus liegt auf Energie und Umwelt: "Das ist ein Dauerbrenner."

Rund 100 Aussteller präsentieren laut Veranstalter ihre Produkte und Dienstleistungen. Geöffnet ist die Messe an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr). Im Eintrittspreis von vier Euro ist ein Messemagazin inklusive. Kinder unter zwölf Jahren zahlen nichts. Am Sonntag sei der Andrang immer sehr groß, so Reschs Erfahrung. Eine etwas ruhigere Zeit sei am Samstag nach der Eröffnung um 10 Uhr. Dass es auch 2018 die Baumesse geben wird, ist sicher. Denn Resch steckt schon mitten in den Planungen dafür.

Referate, Reservierungen und virtuelle MesseGut beim Publikum der Oberpfälzer Baumesse kommen nach den Worten von Veranstalter Thomas Resch (Systema Projekte) immer die Fachvorträge zu verschiedenen Themen an. An beiden Messetagen (Samstag und Sonntag, 11. und 12. März) sind insgesamt 26 Referate zu hören.

Die Themen sind breitgefächert, sie reichen von Energiespartipps und Förderstandards der KfW und der BAFA über ökologischen Holzhausbau bis hin zur Sanierung, Erhaltung und Gestaltung von bestehenden Häusern und Erzeugung von eigenem Strom mit Photovoltaikanlagen.

Auf großes Interesse dürfte laut Resch der Vortrag von Wolfgang Sennfelder von der Kripo Amberg stoßen. Der Kriminalhauptkommissar geht auf Einbruchsschutz rund um das Haus oder die Wohnung sowie auf die Tricks der Ganoven ein. Neu ist nach Auskunft des Organisators, dass Besucher sich vorab auf der Website (www.messe-amberg.de) bei den Ausstellern Zeitfenster für Gespräche und Beratungen buchen können. "Der Kunde weiß, dass dann zu diesem Zeitpunkt für ihn ein Berater da ist. Und Letzterer ist im Vorfeld schon informiert, um welches Thema es dem Kunden geht."

Zum ersten Mal gibt es außerdem eine virtuelle Messe als ergänzendes Angebot zur wirklichen Veranstaltung. Im Internet (www.yellowexpo.de) wird laut Harald Graf (hp Werbeagentur) "das reale Messererlebnis virtuell abgebildet" - und zwar an 365 Tagen im Jahr. (san)
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