05.06.2017 - 14:28 Uhr
Oberpfalz

Onkologisches Zentrum erweitert Behandlungsspektrum Klinikum hat neuen Partner

Die Behandlung von Krebspatienten schreitet stetig voran und wird zugleich immer komplexer. Eine Strategie heißt deshalb Kooperation.

Bei einem Treffen mit niedergelassenen Ärzten wurde die neue Zusammenarbeit zwischen Klinikum und CCC Erlangen - EMN vorgestellt. Bild: exb
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Seit 2011 gibt es das Onkologische Zentrum am Klinikum St. Marien. Unter seinem Dach, so eine Pressemitteilung, bündeln Experten aus verschiedenen Fachbereichen ihr Wissen, um die Überlebenschancen und die Lebensqualität von Krebspatienten zu steigern. Die Einhaltung der hohen Standards bei der Versorgung der Tumorpatienten wird von unabhängigen Fachexperten regelmäßig überprüft. So auch jetzt wieder von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), die das Zentrum erneut ausgezeichnet hat. Damit Patienten künftig zudem Anschluss an die onkologische Spitzenversorgung haben, gibt es eine enge Anbindung an das Comprehensive Cancer Center (CCC) Erlangen - Europäische Metropolregion Nürnberg.

"Ein CCC bietet die höchste Versorgungsstufe bei Krebserkrankungen. Deutschlandweit gibt es nur 13 Zentren dieser Versorgungsstufe. Das CCC Erlangen - EMN ist eines davon", erklärte Dr. Harald Hollnberger, Ärztlicher Direktor von St. Marien und Administrativer Leiter des Onkologischen Zentrums, bei der Vorstellung des Projekts.

Durch die enge Vernetzung, betont das Klinikum, profitieren Krebspatienten in der Region mehrfach: So fließen die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung direkt in die Therapie ein. In gemeinsamen Tumor- und Telekonferenzen diskutieren die Spezialisten aus Amberg und Erlangen Behandlungsmöglichkeiten und können sich eine Zweitmeinung einholen, um den bestmögliche Therapieplan für jeden Patienten zu erarbeiten. "Die Anbindung an die onkologische Spitzenversorgung in Erlangen und deren Forschung ermöglicht es uns, Tumorpatienten aus der Region künftig auf dem gleichen Niveau zu behandeln, wie das in Ballungszentren möglich ist", sagte Dr. Ludwig Fischer von Weikersthal, Klinischer Leiter des Onkologischen Zentrums in Amberg und stellvertretender Direktor des Erlanger CCC.

Damit sei ein weiterer wichtiger Schritt getan, um das Versorgungsangebot für Krebspatienten auszubauen: Begleitende Angebote wie die psychoonkologische Betreuung, Vermittlung von Selbsthilfegruppen oder - wenn Heilung nicht mehr möglich ist - den palliativmedizinischen Dienst gebe es bereits. Bei der Integrativen Onkologie kämen neben schulmedizinischen Aspekten nun auch alternative Verfahren aus den Bereichen Naturmedizin, Sport, Ernährung und Meditation als Ergänzung hinzu, heißt es abschließend.

Ein CCC bietet die höchste Versorgungsstufe bei Krebserkrankungen. Deutschlandweit gibt es nur 13.Dr. Harald Hollnberger, Ärztlicher Direktor
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