02.01.2018 - 15:58 Uhr
Oberpfalz

Philipp Hofmann nach OTH-Studium auf Erfolgskurs Hochschule: Sprungbrett in weite Welt

Die Ostbayerische Technische Hochschule ist ein wichtiger Impulsgeber für Firmengründungen, speziell aus dem Bereich Mechanik und Elektronik. Ein aktuelles Beispiel dafür lernt OB Michael Cerny beim Besuch der Firma CHP Custom Help GmbH kennen.

Geschäftsführer Philipp Hofmann (rechts) stellt Oberbürgermeister Michael Cerny die von der Firma entwickelte Vereinzelungs-Station vor. Bild: usc
von Autor USCProfil

 Philipp Hofmann, ein gelernter Elektroniker aus der Gemeinde Hahnbach, verließ nach Abschluss seines Studiums die OTH Amberg als Software-Systemtechniker. Mit dem Schritt in die Selbstständigkeit wartete er, arbeitete erst als Angestellter, um sich dann wirtschaftlich auf eigene Beine zu stellen. Ein Kerngebiet: Komplette Fertigung von Industrie-und Prüfanlagen.

Seit 2015 selbststständig

Noch in seiner Hochschul-Zeit gründete Hofmann eine GmbH. Die Tätigkeitsfelder am Anfang: Programmierung von Sondermaschinen und individueller Prüftechnik in Zusammenarbeit mit der OTH Amberg. Das war 2010. Ein Jahr später entschied sich Hofmann für die Erweiterung seines Tätigkeitsfelds um Konstruktion, Projektleitung und Herstellung sowie Verkauf von Faserlaser-Systemen. 2013 folgte der nächste Schritt in der Geschäftsentwicklung. Hofmann wurde Integrator für Keyence-Kamerasysteme. 2015 schließlich vollzog er die Selbstständigkeit auch durch Anmietung einer Werkshalle im Gebäude des ehemaligen Comet-Markts in der Philipp-Melanchthon-Straße 14. Dort begann Hofmann 2016 die Produktion in einem Teilbereich des Gebäudes, das zwischenzeitlich ganz und gar von seiner Firma CHP Custom Help GmbH genutzt wird. Dort war es räumlich möglich, die Pläne für eine komplette Fertigung von Industrie- und Prüfanlagen und für 3D-Druck zu realisieren.

Hofmanns aktuelles Portfolio umfasst Projektleitung, Elektronik-Entwicklung, Elektrokonstruktion, elektrische und mechanische Montage, Programmierung, Inbetriebnahme, Dokumentation und After-Sale-Service. Die Sondermaschinen entwickelt der Unternehmer gemeinsam mit Auftraggebern maßgeschneidert nach deren Bedürfnissen und Budget, von Industrieanlagen im Maschinenbau bis hin zu Anlagen mit Feinmechanik im Reinraum. Wie Hofmann bei einem Tag der offenen Tür erläuterte, werden hier in Amberg nicht nur Schaltpläne erstellt, sondern auch Maschinen entwickelt und montiert. Fertigungsteile für die Anlagen, die das junge Unternehmen jetzt noch ordern muss, sollen in absehbarer Zeit in Amberg selbstgefertigt werden. Damit sich der Auftraggeber ein Bild von der in Auftrag gegebenen Anlage machen kann, hat CHP ein Programm für visuelle Realität entwickelt. Der Kunde setzt eine 3D-Brille auf und geht damit quasi durch seine künftige Anlage. Hierdurch kann er noch Änderungswünsche zu den vorliegenden Konstruktionsplänen vorbringen.

Kunden auch in Botswana

Die Kunden kommen nach Aussagen von Philipp Hofmann vorwiegend aus der Automobil- und Zuliefererbranche, aus der Baubranche, für die CHP aktuell Quellbänder konfektioniert, und aus der Lebensmittelbranche. "Unser Hauptzielgebiet ist zunächst die Oberpfalz mit den angrenzenden Regierungsbezirken", erläuterte Hofmann. "Bevor wir Anlagen ins Ausland verkaufen", erläuterte Hofmann dem Oberbürgermeister, "müssen sie hier schon zuverlässig laufen". CHP hat überdies Kunden aus der Autobranche in China und Mexiko und einen Zuliefererbetrieb in Botswana und in einem Golf-Staat.

Und was bringt 2018? Hofmann: "Im Januar werden wir die Fläche von 1000 um weitere 800 Quadratmeter erweitern, zudem diverse Forschungsprojekte mit der OTH umsetzen, darunter auch ein spezielles Handling-System für die Industrie."

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