10.11.2016 - 11:02 Uhr
Oberpfalz

Stadtwerke Amberg erhöhen Preise zum 1. Januar: Strom wird teurer

Als Gründe führen die Stadtwerke erneut steigende staatliche Abgaben und Umlagen sowie Netzentgelte ins Feld: Zum 1. Januar erhöht der Amberger Energieversorger die Strompreise. "Für das Jahr 2017 sind über 80 Prozent des Strompreises vom Vertrieb faktisch nicht zu beeinflussen", erklärt Unternehmenssprecherin Karoline Gajeck-Scheuck dazu. Der Preisvorteil von 0,40 Cent/kWh (brutto) für den Einkauf von Strom an der Börse durch den Vertrieb der Stadtwerke sei damit zunichte gemacht, heißt es.

von Jürgen Kandziora Kontakt Profil

Trotz günstigerer Beschaffungskosten wird's also teurer. Die Stadtwerke heben den Arbeitspreis um 0,72 Cent/kWh (brutto) an, der Grundpreis hingegen bleibt unverändert. Dies gilt für die Produkte "AM Strom Amberg" und "AM Strom Amberg Ökostrom". Für einen Musterverbrauch von 3500 kWh jährlich würden sich somit Mehrkosten von etwa 25 Euro (brutto) ergeben, teilte die Stadtwerke-Sprecherin mit.

Würde der Vorteil der günstigeren Beschaffungskosten nicht an die Kunden weitergegeben, darauf weisen die Stadtwerke in ihrer Presse-Info ausdrücklich hin, dann käme es unter Berücksichtigung der gestiegenen Abgaben, Umlagen und Netzentgelte zu Mehrkosten von rund 39 Euro statt der erwähnten 25 Euro.

"Die Zählerstände werden zum 31. Dezember rechnerisch ermittelt", informierte Gajeck-Scheuck. Zur genauen Abgrenzung des Verbrauches bieten die Stadtwerke den Kunden an, den Wert vom letzten Dezember-Tag bis spätestens 31. Januar an das Kundencenter oder über das Kundenportal-Login auf der Homepage des Energieversorgers zu melden.

Besser sieht es für die Kunden beim Erdgas und der Fernwärme aus. Wie berichtet, sinken hier zum 1. Januar die Preise. Für einen Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 20 000 kWh wird eine Kostenersparnis von rund 100 Euro (brutto) prognostiziert.

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