Tarifkommission stimmt Ergebnis aus Baden-Württemberg zu
IG Metall nickt Pilotabschluss ab

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, bezeichnet das Tarifergebnis als "überfällig für eine moderne Arbeitswelt im 21. Jahrhundert". Die Beschäftigten erhielten einen angemessenen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen und könnten künftig über ihre Arbeitszeit und ihre Flexibilität selbst. Bild: Petra Hartl

"Wir waren mit allen Punkten der Vorlage einverstanden", begründet Timo Günther, Pressesprecher der IG Metall Bayern, die einstimmige Übernahme des Pilotabschlusses aus Baden-Württemberg. Die Tarifkommission bewertete am Mittwoch in Amberg das erreichte Ergebnis als "Durchbruch".

Damit erhielten die Beschäftigten ab 1. April 4,3 Prozent mehr Geld und für Januar bis März eine Einmalzahlung von 100 Euro. Ab 2019 bekäme jeder jährlich tarifdynamisch ein Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent eines Monatsgehalts und 400 Euro. Eltern, Pflegende und Schichtarbeiter hätten die Wahloption: acht zusätzliche freie Tage statt des Zusatzgeldes. Zwei dieser Tage finanziert der Arbeitgeber. "Wir erwarten, dass wir das am Donnerstag in München mit den Arbeitgebern 1:1 umsetzen", sagt Günther. Allerdings müssten einige bayerische Besonderheiten geregelt werden. "Bisher gilt eine Quote von 13 Prozent, die bis 40 Stunden arbeiten können", erklärt der IG-Metall-Sprecher. "Im neuen Modell sollen die Betriebe wählen können, ob sie die Quotenregelung beibehalten oder auf ein Volumenmodell umstellen - wenn ein Arbeitnehmer verkürzt, kann ein anderen mehr arbeiten."
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