06.02.2018 - 15:14 Uhr

Tarifstreit in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie Showdown in Amberg

Der Tarifstreit in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie könnte ein abruptes Ende finden – und zwar in Amberg. Die Tarifkommission der IG Metall will am Mittwoch im Amberger Kongresszentrum zusammenkommen, um zu beraten, ob der Pilotabschluss in Baden Württemberg in Bayern übernommen werden soll.

Ein Bauzaun versperrte vergangenen Freitag die Zufahrt zum Firmengelände: Die IG Metall rief die Beschäftigten der Grammer AG zum 24-Stunden-Warnstreik auf.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Die Sitzung beginnt um 13.30 Uhr. Den Vorsitz hat Verhandlungsführer Jürgen Wechsler. Die Beschlüsse, die in Amberg gefasst werden, wollen die Gewerkschaftsvertreter am Donnerstag, 8. Februar, in München mit den Arbeitgebern verhandeln. Wie berichtet, hatten sich die IG Metall Baden-Württemberg und die Arbeitgeber in der Nacht zum Dienstag auf flexiblere Arbeitszeiten und eine Lohnerhöhung geeinigt. Die Beschäftigten der Branche in Baden-Württemberg erhalten demnach 4,3 Prozent mehr Geld und weitere Einmalzahlungen. Ab 2019 haben alle Vollzeit-Beschäftigten einen Anspruch auf eine verkürzte Vollzeit von bis zu 28 Wochenstunden für maximal zwei Jahre.

Die IG Metall hatte zuletzt den Druck auf die Arbeitgeber durch ganztägige Warnstreiks erhöht. Mehrere Unternehmen in der Oberpfalz wurden in den vergangenen Tagen bestreikt. Bei Grammer in Haselmühl legte in der Nacht auf Freitag die Nachtschicht ihre Arbeit nieder. 

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