16.05.2018 - 17:08 Uhr
Oberpfalz

Werkvolk verzichtet auf große Investitionen in Amberg Neubauten nur in Neutraubling

Das Wohnungsbau- und Siedlungswerk Werkvolk ist die größte Genossenschaft ihrer Art in der Oberpfalz. In Amberg sind Neubauten derzeit nicht geplant, aber in Neutraubling. Auf Sicht möchte das Unternehmen auch in Regensburg wieder aktiv werden.

Zum Nachfolger des langjährigen Aufsichtsratsmitglieds Edmund Hummel (links) wählt die Mitgliederversammlung des Wohnungsbau- und Siedlungswerks Werkvolk Alois Ponnath (rechts). Neben Hummel sitzen Mitglied Ewald Fiegert und Gremiumsvorsitzender Johann Fröhlich. Bilder: usc (2)
von Autor USCProfil

Der Vorstand der Genossenschaft hat nach Überzeugung der Mitglieder auch im Geschäftsjahr 2017 wieder einen guten Abschluss geschafft. Der Bilanzwert der Grundstücke mit Wohn- und Geschäftsbauten habe sich durch Abschreibungen dennoch auf 64,2 Millionen Euro verringert. Der Verkehrswert der Wohnbauten liege allerdings bei ungefähr 186 Millionen. Durch den geplanten Neubau in Neutraubling seien 211 000 Euro an Vorbereitungskosten entstanden. Das Projekt umfasst laut Vorstand Dagmar Kierner 130 Wohneinheiten. Die Bilanzsumme betrug laut Unternehmensangaben zum Jahresende exakt 86 314 093,64 Euro.

28 Mitarbeiter

Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung seien mit 15,5 Millionen Euro leicht gestiegen. Geschmälert werde der Erlös durch Komplettsanierungen (158 000 Euro) einiger Wohnungen. Zu den Instandhaltungen (3,4 Millionen Euro) zählen laut Kierner beispielsweise Wärmedämmungen und Brandschutzmaßnahmen, 47 Sanierungen (548 000 Euro), 56 Badmodernisierungen (560 000 Euro) sowie der Einbau von Rauchmeldern in Regensburg. Aktuell beschäftigt das Werkvolk laut seiner Chefin insgesamt 28 Mitarbeiter.

Im Lagebericht führt die Genossenschaft 271 Häuser, 2484 Wohnungen, 1139 Garagen, 449 Stellplätze, 99 Fahrrad- und Motorrad-Boxen sowie 192 860 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche auf. Erworben hat das Werkvolk ein Grundstück in Neutraubling, für das allerdings noch kein Baurecht besteht. Für 2018 wird eine leichte Steigerung der Umsatzerlöse aufgrund Mietsteigerung bei öffentlich geförderten und freifinanzierten Wohnungen erwartet. Was die künftige Entwicklung anbelangt, so besteht nach Einschätzung der Genossenschaft bei rückläufiger Konjunktur oder steigender Inflation das Risiko eines vermehrten Mietausfalls.

Keine Flüchtlinge mehr

Bei der Gelegenheit ergänzte Dagmar Kierner den Lagebericht dahingehend, dass derzeit an Neubauten in Amberg nicht zu denken und eine weitere Aufnahme von Flüchtlingen nicht möglich sei. Als zufriedenstellend werden auch die Ergebnisse der Tochtergesellschaften bewertet. Die Kindergarten-GmbH erzielte mit ihren zehn Mitarbeitern einen Jahresüberschuss von 12 200 Euro. Die Dienstleistung-GmbH erwirtschaftete mit ihren 21 Mitarbeitern dank weiterer Verkäufe von Wohnungen in Neutraubling einen Überschuss von 358 000 Euro, der teilweise in die Gewinnrücklage eingestellt oder aufs neue Jahr vorgetragen wurde.

Mit Erreichen des 70. Lebensjahres wurde Edmund Hummel in der Mitgliederversammlung aus dem Aufsichtsrat verabschiedet. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder Alois Ponnath. Eine besondere Ehrung erfuhr Josef Graf. Er gehört der Genossenschaft seit 60 Jahren an.

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