10.01.2018 - 09:40 Uhr
Oberpfalz

Werner Dürgner scheidet zum Jahreswechsel aus dem Vorstand aus Sparkasse ab 2019 mit Führungsduo

Die Sparkasse schließt vier Filialen - 2015/16 ist das ein Thema, das die Menschen in der Region bewegt. Schon damals lässt die Führungsspitze durchblicken, dass auch der Vorstand nicht verschont bleibt - zum 1. Januar 2019. Dann wird aus dem Trio an der Spitze ein Duo.

Vorstand Werner Dürgner geht zum Jahresende in Ruhestand.
von Erich Lobenhofer Kontakt Profil

Nach 47 Jahren in Diensten der Sparkasse nimmt Werner Dürgner zum genannten Stichtag gut einen Monat vor seinem 65. Geburtstag seinen Hut und wechselt ins ganz persönliche Ruhestandsressort. Wenn auf jemanden die Bezeichnung Sparkassen-Urgestein zutrifft, dann auf Werner Dürgner.

Wohl gemerkt nicht im abgedroschenen Sinn, das belegt ein Blick auf seine Laufbahnentwicklung: 1971 Beginn der Ausbildung zum Bankkaufmann in Sulzbach-Rosenberg, mit 23 Jahren Geschäftsstellenleiter, ab Anfang der 80er-Jahre Abteilungsleiter der Innenrevision, ab 1994 Leiter der Abteilung Kreditrevision, ab 1998 Führung der Unternehmenssteuerung, zwei Jahre später stellvertretendes Vorstandsmitglied und ab März 2007 Nachfolger von Walter Schlenk als Vorstand der Sparkasse. Wie die Aufgabenverteilung im Zweiervorstand aussehen wird, ist nach den Wort des Vorsitzenden Dieter Meier heute noch nicht geregelt.

Fusion ist kein Thema

Nach den bereits seit längerem anhaltenden Weichenstellungen, mit den drei Vorstandsstellvertretern Klaus Horn, Michael Püttner und Markus Duschner, sei aber klar, dass ein zweiköpfiges Spitzengremium schon in der Lage sei, das Institut mit seiner Zwei-Milliarden-Euro-Bilanz zu steuern: "Das ist durchaus machbar", sagt Meier. Eine Ressort-Unterteilung über den 31. Dezember 2018 hinaus sei allerdings im Detail noch nicht getroffen. Voraussichtlich seien jedoch der Kundenbereich und das steuernde Element die künftigen Säulen: "Einzelheiten werden im laufenden Jahr besprochen", kündigte der Vorstandsvorsitzende an. Und auf eine Nachfrage hinsichtlich verschiedener Strömungen in der Bankenlandschaft in der Region verdeutlichte er noch: "Fusion ist bei uns kein Thema!" Und weiter: "Das, was wir vor Ort erreichen können, machen wir mit uns selbst am besten." Die Sparkasse Amberg-Sulzbach sei auch nicht bereit, ihre Identität herzugeben. Wichtigster Faktor werde dabei das Kundengeschäft bleiben.

Mehr als bewährt habe sich die Orientierung hin zum Telefon- und Online-Geschäft: 470 000 Anrufe im Jahr 2017 machten einen Frequenzzuwachs von 25 Prozent aus - "eine Dimension", sagt Meier, "die für uns so nie vorstellbar war". Ähnliche Entwicklungen bahnten sich im E-Mail-Sektor an und selbst Whats-App spiele inzwischen eine Rolle bei der tägliche Arbeit. Und eines fügte Dieter Meier noch an: Nach der im März 2016 beendeten Schließung von Filialen habe sein Institut deutlich mehr an Zahlstellen als je zuvor: "Nicht an Automaten, sondern an etlichen anderen Zahlstellen."

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