28.05.2008 - 00:00 Uhr
AmmerthalOberpfalz

Ammerthaler Fledermäuse auf Tuchfühlung mit der Natur - "Hotel" für Regenwurm: Spinnen und Insekten unter Lupe

von Autor MOFProfil

Die Ammerthaler Fledermäuse trafen sich, um die zuletzt gebauten Behausungen für Fledermäuse an geeignete Plätze zu hängen. Fledermausbeauftragter Rudolf Leitl begutachtete die ausgewählten Stellen und legte fleißig mit Hand an, um die Kästen aufzuhängen. So wurden im gesamten Gemeindegebiet zehn Kästen verteilt. "Wir können von Glück sprechen, wenn heuer noch einer oder zwei bezogen werden," meinte Leitl. Fledermäuse müssen die Behausungen erst entdecken und akzeptieren.

Abschließend wurden am "Grasser-Stodl" am Dorfplatz zwei Kästen angebracht, damit viele Ammerthaler das Schauspiel des Aus- und Einfliegens beobachten können.

Beim weiteren Treffen der Ammerthaler Fledermäuse lernten die Teilnehmer Frühlingsboten kennen und spielten ausgelassen auf einer Streuobstwiese. Die vier Boten, Malu der Apfelbaum, Osmia die rote Mauerbiene, Martes der Steinmarder und Cuci der Kuckuck waren zentrales Thema. Die Mauerbiene, eine von 550 in Deutschland vorkommenden Arten wird zur Bestäubung heimischer Pflanzenarten immer wichtiger, da Honigbienen stark durch die Varroamilbe gefährdet sind.
Ganz nebenbei lernten die Kinder die zum Teil in voller Blüten stehenden Obstbäume auf der Streuobstwiese kennen. In mitgebrachten Becherlupen wurden Spinnen und Insekten genau untersucht. Bei verschiedenen Kreisspielen lernten die Kinder die Zusammenhänge des ökologischen Kreislaufs kennen, so wird bei einem Waldbrand nicht nur der Wald zerstört, sondern es geht auch die Lebensgrundlage für viele Tiere und Pflanzen verloren.

Als Höhepunkt durfte jedes Kind noch ein "Hotel" für Regenwürmer bauen und mit nach Hause nehmen. Dazu wurden in Gläser Humus, Obst- und Gemüseabfälle gefüllt und mit schwarzem Papier umwickelt. Dann zogen die Würmer vom Kompost in die "Hotels" um. In einigen Tagen werden sie in die Erde zurückgelassen, denn dort retten sie Menschen und Tieren das Leben: Ohne sie würde auf Feldern und Wiesen nur die Hälfte wachsen. Regenwürmer machen die Erde fruchtbar.

Nächstes Treffen ist am 30. Mai um 15 Uhr beim Stodlwirt. Von hier wird mit dem Förster in den Wald gewandert. Infos bei Barbara Aumer (Tel. 85 17) und Anita Weich (Tel. 84 83.

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