Bayernliga Nord: DJK Ammerthal fehlt der Knipser - Sonntag bei Alemannia Haibach
"Wir verballern unsere Bretter"

Lokales
Ammerthal
16.08.2014
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Sieben Spieltage sind in der Bayernliga Nord bereits absolviert, die DJK Ammerthal wartet immer noch auf den ersten Sieg. Vier Unentschieden und drei Niederlagen bedeuten derzeit Platz 16.

Keine Frage, eine Ausbeute die natürlich nicht dazu beiträgt um vor Selbstbewusstsein zu strotzen. Dabei war die Mannschaft um DJK-Kapitän Bastian Leikam keineswegs immer das schlechtere Team auf dem Platz, es fehlte schlichtweg ein eiskalter Knipser. Möglichkeiten gab es zuhauf.

Aber, es zeigte sich eben auch deutlich, dass die jeweiligen Gegner Fehler der jungen DJK-Elf (Durchschnitt 23 Jahre) einfach clever und gnadenlos durch ihre oftmals erfahrenen Offensivleute nutzen. "Es ist so, dass dem Gegner derzeit oftmals zwei, drei gute Chancen reichen, die diese dann eben auch reinmachen und uns somit in die Knie zwingen", sagt Trainer Andreas Speer. Zudem kassiert die DJK derzeit einfach den ein oder andere leicht vermeidbaren Gegentreffer, was Speer auch ins Grübeln bringt. "Im Fußball sind manche Dinge einfach nicht zu erklären. Wir verballern reihenweise unsere Bretter, es war vor allem zuletzt gegen Ansbach fast zum Verrücktwerden. Jetzt müssen wir aufpassen, dass die Mannschaft nicht ins Wanken gerät und vor dem Tor nicht komplett kapituliert und verkrampft."

In punkto Einsatz und Leistungsbereitschaft will der Trainer seiner Truppe keinen Vorwurf machen. "Die Mannschaft zieht im Training voll mit, wir trainieren intensiv permanent Spielformen mit Torabschluss, bis das Flutlicht eingeschaltet wird, im Spiel können die guten Eindrücke aber einfach nicht umgesetzt werden."

Jetzt wartet mit dem Auswärtsspiel am Sonntag, 17. August (16 Uhr), bei SV Alemannia Haibach die nächste Mammutaufgabe auf die DJK Ammerthal. Die Unterfranken, die in der abgelaufenen Saison noch in die Abstiegsrelegation verwickelt waren, diese allerdings souverän meisterten, nahmen den Schwung mit und legten durch selbstbewusstes Auftreten einen glänzenden Saisonstart hin, der sich mit zehn Punkten und dem derzeitigen hervorragenden achten Platz widerspiegelt. Personell nahmen die Verantwortlichen einige Veränderungen in ihrem ohnehin schon qualitativ starken Kader vor, verpflichteten einige regionalligaerfahrene Spieler aus dem Frankfurter Raum. Zudem trennten sich die Haibacher auch von einigen Spielern, die nicht in das Konzept von Trainer Klaus Hildenbeutel passten.

"Klar wird diese für uns sehr wichtige Partie wieder eine eminent harte Nuss, aber wir werden versuchen dagegenzuhalten und über unsere zweifelsohne vorhandenen kämpferischen Tugenden ins Spiel zu kommen", so Speer. Personell schien es in der letzten Woche bei der DJK aufwärts zu gehen, nachdem sich einige zuletzt länger ausgefallenen Spieler zurück meldeten. Allerdings gab es jetzt im Laufe der Woche wieder Rückschläge, nachdem es Dominik Siebert erneut bei einem Zweikampf am Mittelfuß erwischte und Ralf Maas sich unglücklich das Knie verdrehte. Jan Fischer laboriert seit geraumer Zeit an einer Muskelverletzung im Oberschenkel, auch Alexander Bucher und Moritz Boesler fallen mit einer Oberschenkelzerrung weiter aus. Patrick Stauber fehlt wegen eines Arbeitsunfalls. Urlauber Nico Becker ist dagegen wieder einsatzbereit. Zum ersten mal nach langer Verletzungspause ist der routinierte Rafael Wodniok wieder im Kader, der im Training laut Speer einen hervorragenden Eindruck hinterließ.

DJK Ammerthal: Schmidt (25), Lehmann (30); Vollath (2), Leikam (4), Götzl (16), Jank (3), Lämmermann (19), Seidel (22), De Biasi (10), Kotzbauer (13), Lincke (12) Fromholzer (27), Eberl (23), Haller (8), Meyer (24), Harmel (6), Becker (7) Wodniok (11).
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