11.08.2014 - 00:00 Uhr
AmmerthalOberpfalz

Bayernliga Nord: DJK Ammerthal versiebt bei 1:3-Schlappe gegen Ansbach jede Menge Chancen Katastrophal und kläglich

Die SpVgg Ansbach demonstrierte in einem durchschnittlichen Bayernligaspiel beim 3:1-Sieg in Ammerthal eindrucksvoll, was Effektivität bedeutet. Die Mittelfranken beteiligten sich im ersten Abschnitt kaum am Spielgeschehen, überließen der DJK das gesamte Mittelfeld führten aber zu Halbzeit mit 2:0, ein Ergebnis das den Spielverlauf völlig auf den Kopf stellte.

Der nach vorne gewechselte Ammerthaler Kapitän Bastian Leikam (Mitte) nimmt nach Meinung des Schiri-Assistenten (rechts hinten) den Ball vor dem Ansbacher Torhüter Florian Körner (links) in Abseitsposition an. Bild: Ziegler
von Autor RBAProfil

Gefühlte 70 Prozent Ballbesitz reichten der DJK Ammerthal nicht, um daraus auch entsprechend Kapital zu schlagen. Ammerthal hatte zahlreiche Chancen, doch was daraus gemacht wurde, lag nicht nur am Pech, es war schlichtweg Unvermögen. Stümperhaft und einfach nur traurig, wie die teilweise bestens heraus gespielten Torchancen kläglichst vergeigt wurde. "Wir brauchen uns über diese bittere Niederlage nicht zu beschweren. Wenn man nicht in der Lage ist, den Ball zwei Meter vor dem Tor über die Linie zu drücken, hat man den Sieg auch nicht verdient," sagte ein verärgerter DJK-Trainer Andi Speer.

Keine Reaktion

Das Spiel hätte im Prinzip eine ganz andere Richtung nehmen müssen, denn die DJK war spielerisch das klar bessere Team. Was fehlte, war die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Zudem zeigten sich die Platzherren bei den wenigen Konterangriffen der Mittelfranken höchst anfällig. Miserabel war auch das Abwehrverhalten gleich in der 7. Minute, nachdem sich Bastian Herzner locker und leicht im Strafraum nach einem Einwurf gegen Thomas Götzl durchsetzte und auch Torwart Kevin Schmidt reaktionslos den Ball an sich vorbei trudeln ließ - es stand 0:1.

Es folgte ein Chancenfestival, das seinesgleichen sucht. Die DJK war an diesem rabenschwarzen Tag nicht in der Lage, Topgelegenheiten durch Dominik Haller (9.) Carmine De Biasi (10.) und nach einer überaus turbulente Szenen in der 13. Minute den Ball im Tor unterzubringen - es war schlichtweg zum Haare-Raufen. Erneut mangelhaft war Defensivverhalten der DJK Ammerthal in der 16. Minute, als Haltmayer einen Konter knapp daneben setzte.

Die Krönung

Ebenfalls kläglich war der Abschluss von Dominik Haller in der 26. Minute. Die Krönung der vergebenen Chancen folgte in der 30. Minute, als Haller eine Ball von Bastian Leikam zwei Meter vor der Torlinie nicht zum Ausgleich verwerten konnte.

Was Effektivität ist, zeigten die Gäste nach einem weiteren Stellungsfehler auf der linken Abwehrseite in der 41. Minute bei einem Konter, den Pascal Haltmayer eiskalt zum 0:2 verwertete. Speer wechselte zur Pause zweimal aus, um das Offensivspiel weiter zu forcieren, was zunächst auch fruchtete. Nikolai Seidel hatte innerhalb von zwei Minuten die Chance zu verkürzen, aber auch er zeigte Nerven.

Es lief die 53. Minute, als Ansbach einen weiteren Konter über Bastian Herzner zum 0:3 abschloss. Ammerthal ließ sich trotz des deprimierenden Spielstandes weiter nicht hängen, versuchte alles, um zum Torerfolg zu kommen. Es klappte nicht, denn auch Großchancen von Lämmermann (55.) und Seidel mit Direktabnahme (56.) sowie einer erneuten Riesenchance, bei dem der Ball im Fünfmeterraum übertrieben noch mal quer gespielt wurde, brachten keinen Torerfolg.

Latte und Pfosten

Es kam auch noch Pech hinzu, nachdem Philipp Lämmermann (75.) und Dominik Siebert (78.) Latte und Pfosten trafen. Den Ehrentreffer markierte in der Schlussminute Dominik Haller.

"Natürlich bin ich mit dem Ergebnis höchst zufrieden, nach dem 0:2 war mir klar, dass wir bei unserer Konterstärke hier einen Dreier einfahren werden", freute sich der glückliche Ansbacher Trainer Fredi Skurka.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.