DJK Ammerthal heute gegen 1. FC Schweinfurt 05 - Im Hinspiel nahe dran an der Überraschung
"Brauchen einen Sahnetag"

Abklatschen, Mut machen: Der FC Schweinfurt 05 wird nicht nach Ammerthal kommen, um die Punkte abzuliefern. Aber: Die Gäste sind gewarnt, denn im Hinspiel führte die DJK bis vier Minuten vor Schluss mit 1:0 und kassierte ein sehr spätes Gegentor zum 1:1-Endstand. Bild: Ziegler
Lokales
Ammerthal
26.04.2013
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Zu einem echten Kracher in der Fußball-Bayernliga Nord empfängt die DJK Ammerthal heute (18.15 Uhr) den Tabellenzweiten 1. FC Schweinfurt 05. Der bereits vor Saisonbeginn hoch gehandelte ehemalige Zweitligist wird auf seinem Weg in die Regionalliga nach dem Verzicht des Tabellenführers Jahn Forchheim wohl auch nicht mehr zu stoppen sein. Bei zwei Spielen Rückstand gegenüber Forchheim und 64 Punkte kann der Verein als Direktaufsteiger für die höchste Amateurklasse planen.

Wer soll die "Schnüdel", die erst einmal verloren (2:4 am 3. August gegen Bayreuth) überhaupt schlagen? Die DJK Ammerthal will es versuchen, zumindest möchte sie den Schweinfurtern einen Kampf auf Biegen und Brechen liefern.

Später Ausgleich

Es wäre auch mal wieder an der Zeit, gerade gegen so eine Übermannschaft ein dickes Ausrufezeichen zu setzen. Wie so etwas funktioniert, demonstrierte die Elf von Robert Ziegler im Hinspiel. Die rund 1000 Zuschauern im Willy-Sachs-Stadion trauten ihren Augen kaum, als Ammerthal bis vier Minuten vor Spielende durch ein Tor von Markus Pöllinger mit 1:0 führte und erst durch einen Kraftakt von FC-Torjäger Peter Heyer noch das 1:1 hinnehmen musste.

"Wir brauchen gegen Schweinfurt einen absoluten Sahnetag, um etwas Zählbares zu behalten. Schweinfurt steht zurecht ganz oben und wird auch in die Regionalliga aufsteigen, daran besteht kaum noch ein Zweifel, was ich das meinem Freund und Trainerkollegen Gerd Klaus auch gönne", sagte DJK-Trainer Robert Ziegler. Schweinfurt ist auf allen Positionen hervorragend besetzt und kann auch von der Bank immer wieder für richtig Schub sorgen. Die Mannschaft ist taktisch sehr gut ausgebildet - man erkennt hier die Handschrift des erfahrenen FC-Trainers Gerd Klaus.
Darüber hinaus verfügen sie mit Peter Heyer über einen außergewöhnlichen Torjäger, der schon in den Jahren zuvor in der Regionalliga für Furore sorgte. Zudem besitzen die Unterfranken mit Sebastian Kneißl einen außergewöhnlich starken Mittelfeldakteur, der vor seiner Schweinfurter Zeit in den deutschen Nachwuchsnationalmannschaften, bei Eintracht Frankfurt, Chelsea London und in Schottland beim FC Dundee spielte. Trotz allem hat man im Hinspiel auch gesehen, dass Ammerthal so ein Kaliber an einem guten Tag auch mal bezwingen kann. Dazu ist eine unglaubliche Disziplin notwendig, es muss hart gegen den Ball gearbeitet werden, jeder Spieler muss hundert Prozent Leistung abrufen, das Kollektiv muss funktionieren.

Chancen eiskalt nutzen

In der Offensive ist kaum zu erwarten, dass man gegen diese ausgefuchste und cleverere Mannschaft eine Vielzahl an Chancen haben wird, deshalb appelliert Ziegler: "Um für eine Überraschung zu sorgen, brauchen wird eine optimale Abschlussquote, Großchancen leichtfertig zu verschenken wie in den Partien zuvor wäre tödlich. Wir benötigen zudem auch noch den ein oder anderen Punkt, wir sind noch nicht ganz im grünen Bereich was den Klassenerhalt angeht."
Personell sieht es jetzt gegen Ende der Saison im DJK-Lager alles andere als optimal aus. Rafael Wodniok musste in Bamberg mit Bänder- und Kapselriss vom Platz. Kapitän Philipp Lämmert fällt mit einem Haarriss in der großen Zehe längere Zeit aus. Aus beruflichen Gründen fehlt Volkan Örken, verletzt sind Dominic Haller und Vittorio Romano. Hoffnung besteht bei Mike Kuntuala, er wird nach seiner Muskelverletzung wohl wieder einsatzbereit sein.

DJK Ammerthal: Schmidt, Schober, Fischer, Meier, Jobst, Leikam, Kuntuala, Richter, F. Lincke, T. Lincke, Petzold, Pfann, Pöllinger, Ferstl, Yildirim.
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