26.08.2014 - 00:00 Uhr
AmmerthalOberpfalz

Fußball-Bayernligist DJK Ammerthal trennt sich von seinem Trainer - Zu wenige Punkte Andreas Speer muss gehen

Noch kein Sieg in dieser Saison, fünf Punkte aus neun Spielen, zuletzt die deprimierende 1:5-Niederlage im Derby gegen den FC Amberg. "Wir sahen uns einfach gezwungen, irgendetwas zu verändern", begründete der Vorsitzende des Fußball-Bayernligisten DJK Ammerthal, Georg Paulus, die Trennung von Trainer Andreas Speer.

Enttäuscht, aber ohne Groll verlässt Andreas Speer die DJK Ammerthal. "Ich hoffe und wünsche es der Mannschaft, dass meine Entlassung die Initialzündung ist. Aber jetzt sind auch die Spieler gefragt, einige müssen aus ihrem Schneckenhaus kommen." Bild: Ziegler
von Autor FRÖProfil

Der Ort war ungewöhnlich, der Grund des Treffens für Speer nach einem vorangegangen Telefonat nicht mehr überraschend. Auf einem Autobahnparkplatz bei Alfeld, "auf den Motorhauben sitzend" (Speer), teilte Paulus dem 50-Jährigen am Montagnachmittag die Entscheidung des Vereins mit. Abends wurden die Spieler informiert, am Dienstag folgte eine Presseerklärung. "Als der Anruf kam, musste ich schon erst einmal schlucken", sagt Speer. Dass die Entlassung so früh in der Saison erfolgt sei, habe ihn gewundert. Doch letztlich stehe er "als Trainer vorne dran und muss eben meinen Kopf hinhalten, wenn die Ergebnisse nicht stimmen". Da sei es dann auch egal, wie diese zustande kamen.

Speer: "Es war ja Woche für Woche die gleiche Platte: Wir haben ohne Ende Chancen Torchancen vergeben. Wäre die eine oder andere reingegangen, hätten wir jetzt 13 Punkte und alles wäre in Ordnung." Die magere Ausbeute war laut Paulus, der von einer Entscheidung im "beiderseitigem Einvernehmen" sprach, letztlich auch der Grund für die Trennung: "Wir haben jetzt von 27 möglichen Punkten fünf. Andi Speer ist fachlich wie menschlich ein sehr guter Trainer, das steht außer Frage. Was ihm und der Mannschaft in den zurückliegenden neun Spielen fehlte, war schlicht und einfach das Glück."

Trotzdem: Speer ist sich sicher, dass er, wie schon in der vergangenen Saison (Platz zwölf), den Klassenerhalt geschafft hätte. "Wir hatten einen Haufen Ausfälle, einige Spieler sind sicher auch noch nicht richtig in Form - und die Jungen brauchen halt etwas Zeit." Doch alles Wenn und Aber helfe nichts, "der Wenn schießt kein Tor, der Aber auch keins". Nach 14 Monaten und 43 Spielen (11 Siege, 14 Unentschieden, 18 Niederlagen) ist für Andreas Speer Schluss bei der DJK Ammerthal. "Es war eine coole Zeit - leider zu kurz."

Betreut wird die Mannschaft übergangsweise von Co-Trainer Willibald Haller und dem Sportlichen Leiter Tobias Rösl. Auch am Samstag, 30. August, in der Partie beim TSV Aubstadt. Eine Woche später, im Heimspiel gegen den Würzburger FV, könne dann schon der Neue auf der Bank sitzen. "Die Suche hat begonnen", sagt Spielleiter Reinhold Badura. "Wir wollen aber keinen Schnellschuss machen."

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