18.08.2014 - 00:00 Uhr
AmmerthalOberpfalz

Israelische Jugendliche aus Modiin zehn Tage lang zu Gast in Ammerthal - Andrang zur ... Zwischen Bundestag und Maislabyrinth

Zweiter Bürgermeister Martin Lehmeier (links) und Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnec (rechts) bedanken sich bei den beiden Jugendleitern Andreas Rühl und Sabine Wöhner für ihren Einsatz. Bild: oe
von Autor OEProfil

Der Verein zur Förderung der Partnerschaft Ammerthal-Modiin hatte ein Programm organisiert, das zugleich ein attraktives Ferienprogramm für die Ammerthaler Jugend war. Schnell und unkompliziert war am ersten Tag das Eis zwischen den Jugendlichen gebrochen. Gut, dass der Verein mit Gymnasiallehrerin Sabine Wöhner und Sozialpädagogin Doris Beyer zwei Fachkräfte in den eigenen Reihen hat, die unter dem Motto "gemeinsam geht es besser" mit Kennenlernspielen die Jugend begeisterten.

Nachdenklich an Gleis 17

Jugendleiter Andreas Rühl, der den Austausch mitorganisierte, erhielt für die dreitägige Fahrt nach Berlin viel positive Resonanz. Das pulsierende Leben in der Hauptstadt, der Alexanderplatz, die vielen Einkaufszentren, der Bundestag, natürlich auch Madam Tussauds sowie Checkpoint Charlie stießen bei den Teilnehmern auf großes Interesse. Nachdenklich stimmten Besuche von Holocaust-Gedenkstätten und des Mahnmals Gleis 17. Man war sich einig: Das darf nicht mehr passieren und man darf es nicht vergessen.

Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnec empfing die Jugendgruppe im Ammerthaler Rathaus. Viele Gemeinderäte nahmen daran teil. Zur Freude der Israelis bat die Bürgermeisterin alle, sich in das Goldene Buch der Gemeinde einzutragen. "Toda raba" ("vielen Dank") sagten die beiden Leiter Gugi Idan und Ester Leizer für die großartige Gastfreundschaft in Ammerthal und das umfangreiche Programm. "Wir fühlen uns wohl in der Gemeinde und freuen uns, wenn nächstes Jahr Jugendliche nach Modiin kommen."

Am Freitagabend begrüßten sich alle mit "Schabbat Shalom", dem jüdischen Gruß an Schabbat. Für die Schabbatfeier im Stodlwirt mussten zusätzliche Stühle aufgestellt werden. Gemeindevertreter, Gasteltern, Freunde und viele Jugendliche nahmen teil, beteten und brachen gemeinsam das Brot und tranken Wein. Doerfler erklärte den Begriff Schabbat. In der Bibel steht, dass Gott die Welt an sechs Tagen erschaffen hat. Am siebten Tag hat er sich ausgeruht. Die Einhaltung des Schabbats ist eines der zehn Gebote. Im Christentum entstand die Feier des Sonntags aus dem jüdischen Schabbat.

Spaß rund um den Monte

Die gemeinsamen Aktivitäten machten den Jugendlichen viel Spaß. Im Hahnbacher Maislabyrinth die richtigen Wege zu finden, gelang erst nach einigen Versuchen. Sportlich auspowern konnte man sich in Hirschau nicht nur im Hochseilgarten, sondern auch rund um den Monte. "Kein Jugendaustausch ohne Monte und die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten dort", meinte Rüdiger Rühl und organisierte einen sportlichen Tag. Gemeinderat Georg Paulus wanderte mit der Gruppe von Viehberg zum Erlebnisbauernhof nach Kotzheim und von dort zum Backofen nach Götzendorf. Hier konnten die Jugendlichen unter Anleitung von Götzendorfer "Pizzabäckern" die Pizzen selbst belegen.

Der Jugendaustausch war wieder ein tolles Ferienerlebnis für israelische und deutsche Jugendliche. Freundschaften wurden geschlossen, man lernte viel, hatte Spaß - und das alles (was niemand schadete) zehn Tage lang nur auf Englisch.

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