Baubeginn im März
Gemeinderat stellt Weichen für Abwasseranlage

Politik
Ammerthal
20.12.2016
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Der Gemeinderat hat alle notwendigen Weichen gestellt, damit die Abwasseranlage Fichtenhof mit Ergänzung der Wasserversorgung spätestens im März in Angriff genommen werden kann. Geändert werden außerdem einige Bebauungspläne.

Auch im Sinne eines besseren Brandschutzes ist das Vorhaben für Fichtenhof zu sehen. In der Sitzung ließ sich der Gemeinderat über weitere Details dieses Vorhabens von Vertretern des Ingenieurbüros Renner und Hartmann Consult informieren. Zwischen dem Ortsteil und der Kläranlage Ammerthal sind 47 Höhenmeter mit einem Pumpwerk zu überwinden.

Die alte Fichtenhofer Kläranlage wird nach Plänen des Büros umgebaut und weiter genutzt. Um größere Niederschlagsmengen "zwischenlagern" zu können, bedarf es auch des Baus eines Regenüberlaufbeckens. Nach Angaben der Planer werden sich die Baukosten auf etwa 1,06 Millionen Euro ohne Baunebenkosten belaufen. Die Ausschreibung soll im Februar laufen, Baubeginn im März, Fertigstellung Ende Oktober 2017 sein. Auf Anfrage von Gerhard Schuller war zu hören, dass der an der Trasse liegende Aussiedlerhof nicht anschließen müsse, da er gültiges Wasserrecht habe.

Diskussion um Förderung

Auf Bitten eines dort ansässigen Unternehmens kommt es zu einer weiteren Änderung des Bebauungsplans Gewerbegebiet Nord-Ost. Dadurch kann die Firma ein beantragtes Bauvorhaben umsetzen, das von den verbindlichen Festsetzungen des jetzigen Bebauungsplans abweicht. Ohne Diskussion ging die erste Änderung des Baubauungsplans Gewerbepark Ost sowie die Änderung der Bebauungspläne Krummstriegel durch. Nicht auf einen Nenner einigen konnten sich die Wählergruppen mit der CSU bei der schon länger geplanten Änderung der Richtlinien zur Vereinsförderung der Gemeinde. Der Gemeinderat hatte im Februar festgelegt, dass das Gremium Ende 2016 über eine Erhöhung der Jugendförderung ab 1. Januar beraten wird. Stephan Koller unterbreitete für die zwei Wählergruppen UWG und BFA den Vorschlag, den Zuschuss für Jugendliche auf zehn Euro zu erhöhen. Nach den bisherigen Richtlinien erhalten Vereine einen Zuschuss zur Jugendförderung von fünf Euro pro Jahr für jedes Mitglied, das am 31. Dezember des Jahres das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Koller sprach sich für eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde beim Ferienprogramm in Höhe von fünf Euro bei Jugendlichen bis 18 und für eine Vereinspauschale von 100 Euro jährlich für Vereine ab 25 Mitgliedern aus.

Die Gelder sollen auf ein extra Konto bei der Gemeinde eingezahlt werden. Abgerufen werden könnten sie gegen Vorlage entsprechender Belege. Bedenken gab es seitens der CSU, da mit der Neuregelung zwei Vereine schlechter als bisher gestellt würden. Koller hielt dagegen, dass andererseits aber elf Vereine nun mehr Geld erhalten würden. Der Gemeinderat stimmte der Neuregelung mehrheitlich zu. Unisono beschloss der Gemeinderat, dem Modiin-Verein einen Zuschuss von 1121,78 Euro für den Jugendaustausch 2016 zu zahlen. Formsache war die Bestätigung der Wahl der neuen Kommandanten der Feuerwehr Ammerthal durch den Gemeinderat. Bürgermeisterin Alexandra Sitter dankte Florian Bauer und Andreas Götz für die Übernahme der Ämter.

Beitrag fürs Tierheim

Ein heikles Thema für die Bürgermeisterin und den Gemeinderat war der Antrag auf Erhöhung der kommunalen Beteiligung für das Tierheim der Stadt Amberg und des Landkreises von bisher 50 Cent auf künftig einen Euro pro Einwohner, zumal der Fundhundeanteil aus Ammerthal doch sehr gering sei, wie Sitter betonte. Sie schlug vor, dem Antrag nur zuzustimmen, wenn alle Gemeinden des Landkreises bereit sind, eine Erhöhung mitzutragen. Der Gemeinderat folgte ihrem Vorschlag mit Ausnahme von Gerhard Schuller.

Zum Ende des öffentlichen Teils bat Sitter um bürgerliches Engagement bei der Verschönerung der Gemeinde für den Besuch der Bezirksbewertungskommission im kommenden Jahr. Hierfür werde eine eigene Arbeitsgruppe gegründet, kündigte Sitter an.
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