08.02.2018 - 20:00 Uhr
Ammerthal

Geminede legt Verfahren zusammen Schluss mit Klein-Klein

Verfahren der Bauleitplanung sollen in erster Linie Ordnung und Rechtssicherheit schaffen. Das haben potenzielle Gewerbeflächen in Ammerthal dringend nötig.

Einige der an der Amberger Straße angesiedelten Unternehmen (oberer Bildrand) haben Erweiterungsbedarf angemeldet. Deshalb soll das Gewerbegebiet Nord-Ost (untere Bildhälfte) zügig vorangetrieben werden. Bild: Steinbacher
von Michael Zeissner Kontakt Profil

Es geht um zum Teil seit Jahren in der Entwicklung begriffene Areale am Ostrand des Dorfes nördlich der Amberger Straße. An dieser Verkehrsachse, die zugleich eine der Hauptzufahrtrouten darstellt, haben sich schon vor geraumer Zeit Firmen angesiedelt. Deshalb ist naheliegend, diese Flächen in quasi zweiter Reihe weiterzuentwickeln.

Zwei Areale, die bisher getrennt behandelt wurden, hat die Gemeinde teilweise schon vor Jahren in Angriff genommen und teilweise planungsrechtlich in Richtung gewerbliche Nutzung entwickelt. Nun sollen sie zu einem Verfahren zusammengefasst werden. Insgesamt geht es um rund vier Hektar. Das war unter anderem am Mittwoch Gegenstand der Gemeinderatssitzung. Doch alle Punkte, die das Plenum laut Tagesordnung abarbeiten wollte, konnten die Gemeinderäte nicht erledigen. Eines der beauftragten Planungsbüros war noch nicht so weit, entscheidungsreife Vorschläge zu machen.

Die nötigen landschaftsplanerischen Aspekte konnten hingegen erörtert, abgewogen und entschieden werden. David Neidl vom gleichnamigen Sulzbach-Rosenberger Büro stellte die Ergebnisse von Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange vor und empfahl sie zur Abstimmung. Neben Routineangelegenheiten hatten laut Darstellung von Neidl das Landesamt für Umwelt und der Bund Naturschutz vor dem Hintergrund des Flächenverbrauchs im Freistaat die Frage thematisiert, ob das beabsichtigte Gewerbegebiet nicht zu groß bemessen sei.

Nein, sagt der Gemeinderat, weil bereits definitive Erweiterungsabsichten von ortsansässigen Firmen angekündigt seien und im Raum stünden. Alle monierten Punkte sah das Gremium als entweder abgearbeitet oder gegenstandslos an, die Entscheidungen fielen jeweils einstimmig. Ebenso der erforderliche Auslegungsbeschluss zu einer neuerlichen Bürgerbeteiligung. Nicht kleinlich zeigte sich das Plenum hinsichtlich dreier vorliegender Anträge auf Befreiungen von Auflagen bestehender Bebauungspläne. Es ging jeweils um private Projekte im Umfeld von Wohnbebauung. Ihnen wurde zugestimmt.

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