01.10.2017 - 21:26 Uhr
AmmerthalSport

Ammerthal gegen Ansbach: Spiel der verpassten Chancen Irgendwie bitter für beide

Die Bayernliga-Partie zwischen der DJK Ammerthal und der SpVgg Ansbach entwickelt sich beiderseits zum Spiel der verpassten Tormöglichkeiten. So richtig anfreunden kann sich Gästetrainer Carl Collins mit dem Ergebnis aber nicht: "Ich weiß ehrlich gesagt nicht so richtig, wie ich dieses Spiel einordnen soll."

Zwei Bälle im Spiel? Der Eindruck täuscht, aber der Ammerthaler Trainer Jürgen Press (rechts) und der in der 59. Spielminute ausgewechselte Ammerthaler Defensivspieler Andre Karzmarczyk (Mitte auf der Bank) gehen zur Sicherheit schon mal in Deckung, sofern der Ball bei dem Zweikampf zwischen Patrick Stauber (DJK, rechts) und dem Ansbacher Torjäger Patrick Kroiß (davor) doch irgendwie auf sie zugeflogen kommt. Bild: Ziegler
von Autor RBAProfil

Mit 2:2 trennten sich die beiden Kontrahenten. Ammerthal hatte hohe Spielanteile und viele Chancen, die die DJK nicht nutzen konnten. "Das Unentschieden fühlt sich für uns momentan aber dennoch so wie eine Niederlage an, weil wir erst in der Schlussphase erst noch den Ausgleich hinnehmen mussten, somit überwiegt die Enttäuschung," erklärt Collins.

Der DJK merkte man nach der dürftigen Vorstellung eine Woche zuvor in Amberg eine gewisse Verunsicherung schon an, man begann entsprechend nervös und bekam in der Anfangsphase auch keinen richtigen Zugriff auf die Partie. Zu allem Überfluss provozierte Dominik Mandula bereits in der 8. Minute einen überflüssigen Foulelfmeter an Michael Belzner, den Christopher Hasselmeier souverän zum 0:1 verwandelte. Eine Minute vorher hätte Mandula noch die Führung für die Platzherren machen müssen, er scheitere nach idealem Pass von Jonczy an Gästekeeper Daniel Himmrich, der per Fußabwehr klärte.

wirkte nach dem Rückstand etwas geschockt und hatte Glück, dass Stefan Hammeter (14.) völlig frei stehend am glänzend reagierenden DJK-Torwart Marcel Schumacher scheiterte. In der 17. Minute dann eine Dreifachchance für die DJK zum Ausgleich, nachdem Tom Abadjiew, Dominik Mandula und abermals Abadjiew den Ball aus zentraler Position nicht über die Linie brachten.

Mit zunehmender Spieldauer wurden die Platzherren frecher, dabei hatte Ansbach Glück, dass Michael Jonczys Großchance zur Ecke geklärt wurde. Diese brachte Friedrich Lieder nach innen, Mario Zitzmann stieg am höchsten und besorgte den verdienten Ausgleich. Ammerthal setzte nach und hatte durch Jonczy die Führung auf dem Fuß, doch sein Schuss wurde von Tobias Dietrich auf der Linie geklärt (26.). In der 43. Minize zeigte SpVgg Kapitän Hasselmeier seine Klasse, nachdem er ein Zuspiel von Kroiß genau in den Torwickel schlenzte, es stand 1:2.

Der zweite Durchgang entwickelte sich unter der souveränen Leitung von Schiedsrichter Christopher Schwarzmann (das Gespann trug wegen des tödlich verunglückten Schiedsrichterkollegen Stefan Mix Trauerflor, mit einer Gedenkminute vor dem Anstoß) zu einem offenen Schlagabtausch, mit zahlreichen Torchancen hüben wie drüben. In der 70. Minute hatten die DJK-Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch erneut schaffte es Ralf Egeter nicht bei seiner herrlichen Direktabnahme auf Flanke von Lieder den Torwart zu überwinden. In der 78. Minute war es aber soweit, nachdem Friedrich Lieder nach mustergültiger Vorarbeit von Egeter zum 2:2-Ausgleich traf. In den letzten zehn Minuten drängten beide Teams auf die Entscheidung, die jedoch trotz guter Gelegenheiten auf beiden Seiten nicht mehr zum Torerfolg führten.

DJK-Trainer Jürgen Press zeigte sich mit dem Ergebnis und dem Auftreten seiner Mannschaft insgesamt zufrieden: "Wir können mit dem Punkt leben, auch wenn es am Ende auch sehr bitter ist, weil wir unsere zahlreichen Torchancen nicht genutzt haben. Für mich und ich glaube auch für den Verein war wichtig, dass wir eine Mannschaft gesehen haben, die von der ersten bis zur letzten Minute alles gegeben hat. Die Mannschaft ist nach den Rückständen immer wieder zurück gekommen, hat mit Leidenschaft gespielt und versucht alles raus zuhauen, was drin war, damit wir den Dreier in Ammerthal behalten."DJK Ammerthal: Schumacher - Stauber, Zitzmann, Wendl, Burger - Zischler, Karzmarczyk (58. Laurer), Lieder, Mandula (46. Egeter) - Abadjiew, Jonczy.

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