17.04.2017 - 21:54 Uhr
AmmerthalSport

Ammerthal gerade noch zum 2:2 gegen Eltersdorf Jonczy hat ganz starke Nerven

Michael Jonczy verwandelt einen Elfmeter, verschießt einen - und verdient sich beim dritten ein Sonderlob seines Trainers, der mit Spanisch-Kenntnissen glänzt: "Man muss schon ganz dicke Cojones haben, hier nochmals den Mut zu haben und das Ding zu versenken", sagt Jürgen Press über seinen Torjäger, der das 2:2 macht.

Eine schöne Kopfballabwehr des Ammerthaler Mittelfeldspielers Balthasar Sabadus (links vorne) vor dem Eltersdorfer Manuel Stark (links hinten verdeckt) und beobachtet vom Ammerthaler Mittelfeldspieler Maximilian Zischerl (Mitte) und Kapitän Johannes Kohl (rechts). Bild: Ziegler
von Autor RBAProfil

In der Nachspielzeit gelang der DJK Ammerthal durch einen verwandelten Handelfmeter von Michael Jonczy doch noch der insgesamt glückliche aber verdiente 2:2-Ausgleichstreffer gegen den SC Eltersdorf. "Nach den vorausgegangen zwei Niederlagen war schon eine gewisse Verunsicherung meiner Mannschaft festzustellen. Wir wirkten ungeordnet und lange nicht so wie ich mir unser Spiel eigentlich vorstelle. Wir haben nach dem Rückstand völlig den Fanden verloren", sagte DJK-Coach Jürgen Press nach der nicht sonderlich guten Partie seiner Truppe und fügte an: "Die Gelb-Rote Karte für Tobias Laurer nach 50 Minuten hat dann unser System vollends über den Haufen geworfen. Dennoch Kompliment an meine Mannschaft die letztendlich einer beherzten Schlussoffensive doch noch den verdienten Ausgleich erzwungen hat."

Ein Sonderlob hatte Press für Michael Jonczy, der nach einem verschossenen Foulelfmeter (60.) sich in der Nachspielzeit beim einem Handelfmeter zum dritten Mal antrat und verwandelte.

Von Anstoß weg waren die Gäste aus Mittelfranken klar die tonangebende Mannschaft, umso überraschender die Ammerthaler Führung, als Jonczy nach sechs Minuten einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter zur Führung verwandelte. Die Antwort kam nur wenige Minuten später, als Patrick Schwesinger eine Musterkombination zum Ausgleich nutzte (11.). Völlig verdient gelang den Mittelfranken nach 29 Minuten sogar noch durch Tobias Herzner der Führungstreffer.

zeigte sich hier in der Folge über weite Strecken völlig von der Rolle, brachte kaum noch Konstruktives zustande. Pech hatte die DJK allerdings, nachdem Jonczy bei einem eher Zufallsprodukt das Lattenkreuz traf und den zurückspringenden Ball dann Florian Danner ebenfalls nur an die Querlatte setzte (44.).

Gästecoach Bernd Eigner war mit der Darbietung seiner Schützlinge bis dahin auch zufrieden: "Wir wussten, dass Ammerthal mit dem Nachholspiel eine harte Woche hinter sich hatte, wir wollte hier schon einen Dreier mitnehmen, haben in der ersten Halbzeit auch sehr gut gespielt und sind verdient in Führung gegangen. In der zweiten Halbzeit war die Souveränität trotz Überzahl dahin. Ammerthal wurde von Minute zu Minute stärker und kam noch zum verdienten Unentschieden."

Dies lag allerdings auch an DJK- Schlussmann Marcel Schumacher, der in der 47. Minute eigentlich einen unhaltbaren Distanzschuss von Manuel Stark irgendwie noch zur Ecke klärte und zum anderen, weil die Gäste im Verlauf weit nicht mehr so dominant wie noch in Halbzeit eins agierten. Das Blatt schien sich vollends zu wenden, als die DJK nach einem Foul an Dominik Haller einen berechtigten Foulelfmeter zugesprochen bekam. Jonczy trat an - und scheiterte an Torwart Hausner (60.).

Das Spiel nahm nun weiter deutlich an Fahrt auf, die DJK drängte die Gäste, die bei weitem nicht mehr an das Niveau der ersten Halbzeit anknüpfen konnten auf den Ausgleich. Belohnt wurde die beherzte Schlussoffensive der Ammerthaler durch einen verwandelten Elfmeter von Michael Jonczy in der Nachspielzeit, vorausgegangen war ein klares Handspiel im Strafraum von Tommy Kind.

Die Gelb-Rote Karte für Tobias Laurer nach 50 Minuten hat dann unser System vollends über den Haufen geworfen.Jürgen Press, Trainer der DJK Ammerthal

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