Ammerthal verliert, Lieder ins Klinikum
Risiko wird nicht belohnt

"Zum Schluss mussten wir mehr Risiko gegen. Da war klar: Entweder machen wir den Ausgleich oder der Gegner entscheidet bei einem Konter die Partie." Zitat: Jürgen Press, Trainer der DJK Ammerthal
Sport
Ammerthal
27.08.2017
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Mit einer rustikalen Faustabwehr an der Strafraumgrenze bereinigte der Großbardorfer Torhüter Marcel Wehr (Mitte hinten) hinter seinem Innenverteidiger Ronny Mangold (Mitte vorne) vor dem kopfballbereiten Ammerthaler Stürmer Ralf Egeter (links hinten) diese brenzlige Situation, beobachtet vom Großbardorfer Maximilian Zang (rechts). Bild: Ziegler

Schwere Zeiten für die DJK Ammerthal in der Fußball Bayernliga Nord, die mit dem letzten Aufgebot - nur zwei Ersatzspieler auf der Bank - gegen den TSV Großbardorf antreten muss und eine unglückliche 0:3-Niederlage kassiert. Und Friedrich Lieder hat's erwischt.

Das Ergebnis spiegelt nicht ganz das tatsächliche Spielgeschehen auf dem Platz wider. Erst als die Truppe von Trainer Jürgen Press gegen Ende der Partie verstärkt auf den Ausgleich drängte, kamen die Unterfranken zu sehr guten Konterchancen. Zumindest ein Punktgewinn wäre aufgrund einer starken ersten Halbzeit und über weite Strecken ausgeglichenem Spiel nicht ganz unverdient gewesen.

Lieder ins Klinikum

Zudem hat die DJK momentan das Glück nicht gepachtet, denn die Liste der verletzten Spieler (Wendl, Usta, Knorr, Kohl, Holfelder fehlten ohnehin) wurde jetzt durch eine Gesichtsverletzung von Friedrich Lieder - er musste sofort ins Klinikum eingeliefert werden - kurz vor dem Seitenwechsel noch erweitert. Vom Anstoß weg versuchten die Platzherren den Ball durch die eigenen Reihen laufen zu lassen, dem der Gegner mit frühem Pressing entgegen trat, was der DJK doch den ein oder anderen leichtfertigen Ballverlust einbrachte. "Wir spielten hier alles oder nichts, wir wussten, dass Ammerthal am Mittwoch ein schweres Pokalspiel absolvierte. Die Mannschaft hat Qualität, deshalb musste meine Mannschaft schon alles raus hauen was in ihr steckt, dafür wurden wir am Ende auch belohnt", so ein glücklicher Gäste-Trainer Dominik Schönhöfer nach dem Spiel.

Der sah auch, dass die Führung für die DJK zu Beginn mehrmals in der Luft lag. Die beste Chance bis dahin hatte Michael Fischer, der eine Maßflanke von Tom Abadjiew nur um Haaresbreite am Tor vorbei setzte. In der 23. Minute war es Michael Jonczy, der ebenfalls aus kurzer Distanz nur knapp vorbei zielte. Die agilen Gäste mühten sich, ohne dabei allerdings DJK-Schlussmann Marcel Schuhmacher ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

Abgefälscht ins Tor

Aufgrund der längeren Verletzungsunterbrechung von Lieder ließ der Schiedsrichter nachspielen, was die Gäste durch Björn Schönwiesner mit einem unglücklich abgefälschten Schuss zur Führung nutzten.

Körner fehlen

Im zweiten Durchgang schwanden den Platzherren doch mehr und mehr die Kräfte, Konzentrationsschwächen schlichen sich ein, was Großbardorf nun versuchte zu nutzen. Immer wieder leisteten sich die Ammerthaler im Spiel nach vorne leichtfertige Ballverluste, was den Gästen einige gute Konterchancen ermöglichen. Press brachte es nach der Partie auf dem Punkt: "Uns fehlten im zweiten Durchgang doch etwas die Körner, wir haben im ersten Durchgang ein gutes Spiel abgeliefert und sind unglücklich in Rückstand geraten. Wir haben in allen Belangen dagegen gehalten. Zum Schluss mussten wir mehr Risiko gegen. Da war klar: Entweder machen wir den Ausgleich oder der Gegner entscheidet bei einem Konter die Partie", sagte Press. Es kam so, denn dem TSV glückten durch ihren Mann des Tages, Björn Schönwiesner, zwei sauber vorgetragene Kontertore (86./88.).

DJK Ammerthal: Schumacher - Zischler, Zitzmann, Schneider - Stauber, Burger, Fischer, Lieder (42. Karzmarczky), Abadjiew (79. Mandula) - Egeter, Jonczy

TSV Großbardorf: Wehr - Zang, Mangold, Hölderle, Illig, Floth (62. Rugovaj), Zehe, Schönwiesner (89. Mosandl), Seufert, Rieß, Leicht (79. Müller)

Tore: 0:1/0:2/0:3 (45./86./88.) Björn Schönwiesner - Zuschauer: 279 - SR: Pantelis Gitopoulos (Taufkirchen)

Zum Schluss mussten wir mehr Risiko gegen. Da war klar: Entweder machen wir den Ausgleich oder der Gegner entscheidet bei einem Konter die Partie.Jürgen Press, Trainer der DJK Ammerthal
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