24.11.2017 - 20:12 Uhr
AmmerthalSport

Brisantes Derby in Ammerthal gegen Gebenbach "Schön spielen reicht nicht"

Ein Oberpfalzderby, so richtig nach dem Geschmack der Fußballfans, liefern sich in der Hinrunde der Bayernliga Nord die DJK Gebenbach und der Namensvetter aus Ammerthal. Nach packenden 90 Minuten steht die Partie 3:3. Am Sonntag, 26. November, könnte es ähnlich spannend werden.

Der Ex-Ammerthaler Dominik Haller (links) von der DJK Gebenbach hat abgezogen, der Ammerthaler Innenverteidiger Mario Zitzmann (rechts), kommt zu spät: Im Hinspiel war das Derby an Dramatik nicht zu überbieten. Nun kommt es zum Rückspiel. Bild: Ziegler
von Autor RBAProfil

Denn ab 14 Uhr kommt es auf dem Sportgelände der DJK Ammerthal zum Rückspiel dieser brisanten Partie. Am 12. August, befanden die Fans in beiden Lagern in einem Wechselbad der Gefühle befanden. Hier sah die Elf von Trainer Jürgen Press nach Toren Michael Fischer, Tom Abadjiew und Ralf Egeter zur Halbzeit bei einer 3:0-Führung wie der sichere Sieger aus, ehe die Ammerthaler den schon fast sicher geglaubten Sieg noch leichtfertig aus der Hand gaben und durch Kai Hempel und Marco Seifert (2) in letzter Sekunde noch den 3:3-Ausgleich kassierten.

Dass die Elf von Trainer Faruk Maloku als souveräner Aufsteiger von Anfang an nicht in den Abstiegskampf der Bayernliga Nord verwickelt werden sollte, hat sich im Anbetracht des hochwertigen Spielerkaders schnell bestätigt. Der Kader ist gespickt mit erfahrenen Regionalliga-und Bayernligaspielern, was der derzeitige hervorragende vierte Platz bei 41 Punkten vor dem 23. Spieltag mehr als deutlich unterstreicht. Die Mannschaft agierte in der laufenden Runde durch ihre meist schnörkellose Spielweise höchst effektiv.

Die Qualität von Kapitän Timo Kohler und Co. bekam zuletzt auch der Würzburger FV zu spüren. Mit einer 1:2-Niederlage musste der bis dahin Tabellenzweite die Heimreise in die Weinmetropole antreten. "Ich freue mich meinen Jungs momentan zuzuschauen, wie unbekümmert und befreit sie derzeit aufspielen. Man merkt einfach auch, dass wir keinen Druck haben", ließ Maloku verlauten.

Der Druck lastet am Sonntag eher auf den Schultern der DJK Ammerthal, die nach ihren bisherigen neunzehn aufgetragenen Ligaspielen nur 24 Punkte verbuchen konnte und somit derzeit lediglich auf dem zwölften Platz angesiedelt ist. Auch wenn man bei den Grün-Schwarzen im Verlauf mit erheblichen Verletzungsproblemen von Leistungsträgern zu kämpfen hatte, klaffen hier Anspruch und Wirklichkeit doch schon weit auseinander. Aber, die DJK ist auch noch mit drei Nachholspielen im Verzug, so dass es hier noch einiges zu korrigieren gäbe. Ein Novum in Ammerthal, dass man aufgrund von Sturm und Schnee gleich die letzten beiden Heimspiele absagen musste. Nachdem auch noch die Partie bei der SpVgg SV Weiden nicht ausgetragen werden konnte, ist es durchaus schwierig einzuordnen, ob sich diese unbefriedigende Situation für die Press-Truppe jetzt im Derby als positiv - weil ausgeruht - oder negativ - wegen fehlender Spielpraxis - erweist.

Wie auch immer, Ammerthals Cheftrainer erwartet zum letzten Spiel des Jahres (die bisherigen Nachholspiele wurden allesamt im nächsten Jahr angesetzt) ein interessantes Heimspiel für die Zuschauer. "Schon im Hinspiel war genügend Feuer und Leidenschaft auf beiden Seiten vorhanden. Ich gehe davon aus, dass meine Mannschaft auch diesmal wieder alles investieren und abrufen wird", so seine Ansage.

Auch Ammerthals sportlicher Leiter Tobias Rösl ist sich um die schwere der Aufgabe bewusst: "Wir wollen dieses Jahr mit einem Erfolg im letzten Heimspiel abschließen. Nur schön spielen wird nicht reichen. Wir wissen um unsere eigene Stärke, jedoch haben wir in dieser Vorrunde zu viele Ausfälle kompensieren müssen. Somit muss man die Lage realistisch einschätzen und schnellstmöglich die nötigen Punkte sammeln um die Bayernliga zu sichern." Wie sich der Kader für Sonntag zusammenstellt, entscheidet sich aufgrund einiger grippekranken Spielern kurzfristig.

Man merkt einfach auch, dass wir keinen Druck haben.Faruk Maloku, Trainer der DJK Gebenbach

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