DJK Ammerthal im dritten Anlauf bei der SpVgg SV Weiden
Etwas kaltschnäuziger, bitte

Noch nicht ganz Fuß gefasst hat Ammerthals Torjäger Michael Jonczy (links) in diesem Jahr. Nun geht es in Weiden bei der SpVgg SV zur Sache. Bild: ref
Sport
Ammerthal
27.03.2018
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Schon zwei Mal war die Partie angesetzt und musste wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt werden. Nun gibt es einen neuen Anlauf für das Derby der SpVgg SV Weiden gegen die DJK Ammerthal. Ein wichtiger Akteur der Gastgeber fällt ab sofort aus.

Weiden. Jetzt geht es Schlag auf Schlag bei der SpVgg SV Weiden. Bereits am Mittwoch, 28. März, Anstoß 19.15 Uhr, soll das Oberpfalzderby gegen die DJK Ammerthal im dritten Anlauf endlich nachgeholt werden. Trainer Stefan Fink weiß um die Bedeutung der Partie: "Ein Derby ist immer etwas besonderes. Wir wollen das Spiel dementsprechend angehen und den Kampf annehmen. Für beide ist es ein kleines Endspiel, indem wir endlich in die Erfolgsspur finden wollen. Zumal es mit der DJK Ammerthal auch gegen einen direkten Konkurrenten geht."

Die Ammerthaler sind mit vielen Vorschusslorbeeren in die Saison gestartet, finden sich aber mit Platz 12 nun ebenfalls im Abstiegskampf der Bayernliga wieder. Der Hauptgrund, warum die Mannschaft von Trainer Jürgen Press nur einen Zähler mehr als die SpVgg SV auf dem Konto hat, ist das immense Verletzungspech in dieser Spielzeit. Mit Andreas Wendl und Thomas Schneider kommen heute zwei Akteure für 90 Minuten ans Wasserwerk zurück, die im Sommer an die Vils gewechselt waren. Für den dritten ehemaligen SpVgg-SV-Spieler im Bunde, Ralph Egeter, ist die Saison hingegen wegen eines Kreuzbandrisses bereits beendet.

Friedrich Lieder (12 Saisontore), ein weiterer ehemaliger SpVgg-SV-Akteur, präsentierte sich in der Hinrunde allerdings in Topform. "Ammerthal ist stärker, als es der Tabellenplatz aussagt. Es ist viel Qualität im Kader, aber wir haben gezeigt, dass wir sie schlagen können", blickt Fink auf das Hinspiel zurück. Dieses gewannen die Max-Reger-Städter mit 3:2. Auch die DJK konnte bei ihren beiden Pflichtspielauftritten 2018 noch nichts Zählbares verbuchen, weswegen Fink ein enges Spiel erwartet: "Es werden Kleinigkeiten und der Wille entscheidend sein. Wir müssen bereit sein und Konstanz über 90 Minuten zeigen. Es zählen jetzt nur die Punkte, ganz egal wie diese eingefahren werden."

Vor allem da die personellen Vorzeichen alles andere als rosig sind. Neben den Langzeitverletzten fehlen die rotgesperrten Adam Hajek und Johannes Scherm. Noch bitterer wiegt der Ausfall von Stammtorwart Dominik Forster, für den die Saison beendet ist. "Ich werde Mitte April am Ellenbogen operiert, um freie Gelenkkörper zu entfernen. Sollte dort ein möglicher Knorpelschaden diagnostiziert werden, ist ein Karriereende als Torwart möglich. Hier muss ich aber erst die Operation und letzte Meinung der Ärzte abwarten," sagt Forster. Ihn wird für die restliche Saison Noah Schmidt ersetzen, der dies gegen Aubstadt bereits ordentlich erledigt hat.

"Die unnötigen und teilweise dummen Roten Karten, der Ausfall von Dominik und auch der harte Kampf und Kraftverlust in Unterzahl am Samstag schmerzen natürlich. Wir müssen jetzt noch enger zusammenrücken und weiter an uns glauben. Wir haben immer noch einen Kader, der den Klassenerhalt schaffen kann," sagt Fink. Zumindest kehren Michael Busch und Niklas Lang in den Kader zurück.

"Nach eingehender Aufarbeitung des Auswärtsspiel in Großbardorf müssen wir mit aller Macht versuchen, die Fehlerquellen schnellstmöglich abzustellen, um in Weiden endlich zu punkten. Ich erwarte von meiner Mannschaft im Verbund ein konsequenteres Abwehrverhalten gegen den Ball, sowie mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor", erklärte Ammerthals Trainer Jürgen Press. Außer den Langzeitverletzten Knorr, Egeter, Zischler, Schumacher sind alle Spieler einsatzbereit.
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