23.04.2018 - 20:00 Uhr
AmmerthalOberpfalz

Nächstes Derby in Ammerthal: Gebenbach kommt "Feuer und Leidenschaft"

Nach dem Derby ist vor dem Derby: Nach dem FC Amberg kommt in der Fußball-Bayernliga Nord die DJK Gebenbach zur DJK Ammerthal - für die Gastgeber die fünfte Begegnung binnen zwei Wochen. Das Hinspiel endete kurios.

Das vorerst letzte Nachbarderby in der Bayernliga Nord zwischen der DJK Ammerthal und dem FC Amberg hatte bei weitem nicht die Anziehungskraft vergangener Zusammentreffen, denn nur 601 zahlende Besucher wohnten bei idealem Fußballwetter dem Spiel bei. Am Dienstag, 24. April, kommt die DJK Gebenbach nach Ammerthal. Knapp 1000 Zuschauer sahen das Hinspiel, das 3:3 endete. Bild: Ziegler
von Autor RBAProfil

Am Dienstag, 24. April, erfolgt der Anpfiff um 18.30 Uhr. Für die Elf von Trainer Jürgen Press ein Kraftakt, der an die Substanz geht. Eine Verlegung auf einen späteren Zeitpunkt klappte - warum auch immer - nicht, und so müssen die Ammerthaler lediglich 48 Stunden nach dem Spiel gegen den FC Amberg erneut ran.

Führt man sich die aktuelle höchst angespannte Personalsituation in Ammerthal vor Augen, bleibt zu hoffen, dass man die restliche fünf Saisonspiele noch irgendwie über die Bühne bringt.

Seifert in letzter Sekunde

Ein Oberpfalzderby, so richtig nach dem Geschmack der Fußballfans, lieferten sich die beiden Kontrahenten in der Hinrunde. Nach überaus packenden 90 Minuten stand die Partie 3:3 unentschieden. Man darf gespannt sein, ob es jetzt zu einer ähnlich spektakulären Auseinandersetzung kommt, wie jene vom 12. August 2017, in der sich die Fans in beiden Lagern in einem Wechselbad der Gefühle befanden. Nach klarer 3:0-Halbzeitführung kassierte Ammerthal in letzter Sekunde durch Marco Seifert noch den 3:3-Ausgleich. Dass die Elf von Trainer Faruk Maloku als souveräner Aufsteiger von Anfang an nicht in den Abstiegskampf der Bayernliga Nord verwickelt werden sollte, hat sich im Anbetracht des qualitativ hochwertigen Spielerkaders schnell bestätigt. Der Kader ist gespickt mit erfahrenen Regionalliga- und Bayernligaspielern, was der derzeitige hervorragende fünfte Tabellenplatz bei satten 52 Punkten vor dieser Nachholbegegnung deutlich unterstreicht. Die Mannschaft um Kapitän Timo Kohler bevorzugt eine schnörkellose Spielweise, agiert dabei höchst effektiv.

Wie auch immer, Ammerthals Cheftrainer erwartet erneut ein intensives sowie interessantes Heimspiel für die Zuschauer: "Schon im Hinspiel war genügend Feuer und Leidenschaft auf beiden Seiten vorhanden."

Aufstellung noch offen

Wer neben den langzeitverletzten Spielern DJK-Coach Jürgen Press zur Verfügung steht, entscheidet sich aufgrund einiger angeschlagener Spielern kurzfristig.

Kai Hempel, Jonas Lindner und Lukas Libotovsky bleiben in Gebenbach

Erst vor wenigen Wochen vermeldete Fußball- Bayernligist Gebenbach, dass Kapitän Timo Kohler zumindest bis 2022 bei der DJK bleibt. Mit Kai Hempel (3 Jahre), Lukas Libotovsky (3 Jahre) und Jonas Lindner (2 Jahre mit Option auf ein weiteres) haben sich nun drei weitere Spieler aus der Stammformation ebenfalls für einen längerfristigen Verbleib bei der DJK Gebenbach entschieden.

Diese über die nächste Saison hinausgehende Zusammenarbeit mit wichtigen Spielern zeigt das Bemühen der Verantwortlichen, auch für die kommenden Jahre der großen Herausforderung Bayernliga gewachsen zu sein.

Kai Hempel (31) kam vor zwei Jahren vom Regionalligaabsteiger FC Amberg zur DJK Gebenbach. Davor war der defensive Mittelfeldspieler bei Sachsen Leipzig, Energie Cottbus und der TSG Neustrelitz in der Regionalliga Nordost. Seine lange höherklassige Erfahrung kommt auch so jungen Talenten wie dem 19-jährigen Jonas Lindner zu Gute. Der variabel einsetzbare Defensivspieler kam vor der Saison von der SpVgg Bayreuth, bei der er auch im Juniorenbereich ausgebildet wurde zur DJK. In der laufenden Runde brachte es der gebürtige Auerbacher bereits auf 28 Einsätze.

Zur Saison 2016/2017 wechselte Lukas Libotovsky vom Landesligaabsteiger SpVgg Grün-Weiß Deggendorf zu den Grün-Weißen nach Gebenbach. Der 25-jährige Innenverteidiger, der davor bei Viktoria Pilsen kickte, zählte sowohl im Aufstiegsjahr der DJK als auch in der diesjährigen Runde zu den festen Größen der Mannschaft. (lik)

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