02.07.2017 - 16:12 Uhr
AmmerthalSport

Tagung der Fußball-Bayernliga in Ammerthal Der Süden beginnt weiter im Norden

306 Spiele, 926 Tore, knapp 95 000 Zuschauer. Bei der Sommertagung der Vereine der Fußball-Bayernliga Nord erhielten die Vereinsvertreter im Sportheim der DJK Ammerthal am Sonntag einen umfassenden Rückblick auf die vergangene Saison, aber auch einen Einblick in die Mitte Juli neu beginnende Spielzeit.

Als "harmonisch und problemlos" beschrieb Bayernliga-Spielleiter Thomas Unger (hinten links stehend) bei der Tagung der Bayernliga Nord am Sonntag in Ammerthal die Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Verband in der vergangenen Saison. Ganz so harmonisch verliefen die Planungen der neuen Runde nicht. Grund ist die Eingruppierung des ASV Neumarkt und TSV Kornburg in die Süd-Gruppe. Bild: brü
von Andreas Brückmann (brü)Profil

Bei seinem Rückblick zeigte sich der Vorsitzende des Bayernliga-Ausschusses, Spielleiter Thomas Unger, sehr zufrieden. Im Großen und Ganzen sei es eine Saison gewesen, die von harmonischer und problemloser Zusammenarbeit der Vereine mit dem Verband geprägt war, so Unger.

Pyrotechnik Dorn im Auge

Gesamt sahen 94 498 Zuschauer die Spiele, ein Schnitt von 309, mit einem Durchschnitt von 3,02 Toren pro Spiel. "Ein durchaus respektables Ergebnis", so die Zusammenfassung von Unger. Positiv ist nach Worten von Verbandsanwalt Friedrich Reisinger die Bilanz der roten Karten in der Liga. Mit 35 gezeigten sei die Bayernliga Nord die Liga mit der niedrigsten Zahl aller bayerischen Verbandsligen. Ein Dorn im Auge war ihm aber der Einsatz der Pyrotechnik. "Zwar hatten wir nur drei solcher Vergehen. Aber selbst nur drei sind hier drei zu viel."

Der Vorsitzende des Verbandsausschusses, Josef Janker, ging auf die vieldiskutierte Problematik der Einteilung der Bayernliga Nord und Süd ein. Der Abstieg des TSV 1860 München hatte dabei einiges an Einfluss, auch dass sich Seligenporten gerettet hat. "Früher war die Trennungslinie bei Regensburg, heuer hat sie sich weiter nach Norden verschoben", so seine Erläuterung zum Gang des ASV Neumarkt und TSV Kornburg in die Süd-Gruppe.

"Wir wissen, es ist hart für beide Vereine. Aber es musste eine Entscheidung getroffen werden, und die ist unter anderem auch anhand der Kilometer gefallen. Für Neumarkt zum Beispiel ist dies lediglich eine Mehr-Fahrstrecke von 15 Kilometern auf die ganze Saison gesehen", so Janker.

Janker ging auch auf die Einführung der Livekameras in allen Stadien der Bayernliga ein. Nach Informationen des Anbieters soll zum Saisonbeginn in allen Stadion die Übertragungstechnik zur Verfügung stehen. Am Beispiel Gebenbach zeigt sich aber, das dies noch nicht überall sichergesellt ist. "Mit uns ist derzeit noch keiner diesbezüglich in Kontakt getreten", so die Auskunft zum Stand der Dinge aus den Reihen des Aufsteigers.

Bezüglich des Rahmenterminkalenders ging Thomas Unger nochmals auf die kurzfristige Änderung ein, die am vergangenen Freitag vom Verband beschlossen wurde. Er zeigte sich zufrieden, dass es mit der Verständigung unter den Vereinen dabei fast keine Probleme gab, bat aber auch um Nachsicht, nicht auf jeden Wunsch der Vereine immer explizit eingehen zu können.

Ein Direktabsteiger

Das Eröffnungsspiel findet dabei am Freitag, 14. Juli, um 19 Uhr zwischen dem SC Eltersdorf und dem FSV Erlangen-Bruck statt, am 15. Juli starten alle Mannschaften dann in die Saison. Aufsteigen wird dabei in diesem Jahr wieder eine Mannschaft direkt, auch wird es wieder einen direkten Absteiger geben. Der letzte Spieltag ist in dieser Saison auf einen Freitag terminiert, da dieser den Bayernligateams einen zusätzlichen freien Tag vor den dann anstehenden Relegationsspielen bringt.

Abschließend standen die Wahlen des Ligavertreter von Bayern- und Landesliga sowie der Delegierten und Ersatzdelegierten für den Verbandstag 2018 an. Jochen Heurung (Sportvorstand 1. FC Sand) wurde dabei einstimmig im Amt des Ligasprechers bestätigt, die Delegierten sind ebenfalls Jochen Heurung, Philipp Kaufmann (SpVgg Weiden) und Michael Voigt (SpVgg Bayern Hof).

Wir wissen, es ist hart für beide Vereine. Aber es musste eine Entscheidung getroffen werden.Verbandsspielleiter Josef Janker zur Eingruppierung von Neumarkt und Kornburg

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