TSV 1860 München II kommt zu Benefizspiel nach Ammerthal
Auftritt der Jung-Löwen

Nicht nur die Fans in Ammerthal auch DJK-Torwart Marcel Schumacher ist gespannt, was auf ihn zukommt, wenn die junge Truppe des TSV 1860 München II am Samstag zum Benefizspiel aufkreuzt. Bild: ref
Sport
Ammerthal
07.07.2017
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Es gibt bundesweit wohl keinen Fußballclub, über den in den vergangenen Monaten mehr berichtet wurde als über den TSV 1860 München. Jetzt kommt dessen Bayernliga-Truppe zu einem Benefizspiel nach Ammerthal.

Nach der 0:2-Pleite beim skandalösen Relegationsspiel in der Münchner Arena vor 62 200 Zuschauern gegen Jahn Regensburg war der Abstieg aus der 2. Bundesliga perfekt. Dem noch nicht genug, es folgte der Supergau mit dem Zwangsabstieg in die Regionalliga Bayern, weil Investor Hasan Ismaik die fristgerechten Zahlungen von rund elf Millionen verweigerte. Die Löwen durchlebten überaus turbulente Wochen und mussten sich komplett neu aufstellen.

Mittlerweile ist der Traditionsverein aber wieder handlungsfähig, weil sich unter anderem mit Wirtschaftswissenschaftler Markus Fauser ein neuer Geschäftsführer bereit erklärte, zusammen mit Interims-Präsident Robert Reisinger die Geschicke wieder in die richtig Bahn zu lenken. Die Sechziger-Führung war zu diesem Zeitpunkt wahrlich nicht zu beneiden. Es musste in der Kürze der Zeit praktisch eine komplett neue erste und zweite Mannschaft zusammengestellt werden, die den Spielbetrieb in der Regionalliga Bayern und Bayernliga Süd aufnehmen soll.

Eine der leidtragenden Mannschaften der Sechziger war aufgrund des Rückzuges aus dem Profigeschäft die zweite Mannschaft (U21) der Löwen, die als Vizemeister der Regionalliga Bayern zwangsweise in die Bayernliga Süd zurückgestuft wurde. Bereits vor Monaten hat Ammerthals Sportdirektor Tobias Rösl zum TSV 1860 München Kontakt im Bezug auf ein Freundschaftsspiel in Ammerthal aufgenommen.

Geplant war von vornherein die zweite Mannschaft der Sechziger, die jetzt am Samstag, 8. Juli (17 Uhr), zur Ammerthaler Dorfkirwa in der DJK-Arena zu einem Benefizspiel mit Typisierung für krebskranke Kinder und Jugendliche gegen die Bayernligamannschaft der DJK antritt. Jeder einzelne Zuschauer unterstützt durch sein Eintrittsgeld die DKMS im Kampf gegen den Blutkrebs. Die Initiative, die auch von FC-Bayern-Profi Jerome Boateng unterstützt wird, heißt "Fußball-Helden - Dein Club gegen den Blutkrebs". Diese Aktion steht auch im Vordergrund beim Testspiel der beiden Bayernligisten. Die Münchner kommen mit einer blutjungen Truppe, es ist der jüngste Kader in der Geschichte des TSV 1860 München II.

Verantwortlich für den Kader ist der letztjährige Co-Trainer von Daniel Bierofka in der Regionalliga, Oliver Beer, der zudem von Peter Ulbrich und Wolfgang Schellenbeck, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, unterstützt wird. "Die Kaderzusammenstellung ist so gut wie abgeschlossen, wir haben jetzt mal 22 Spieler benannt, es können sich aber noch kleinere Änderung ergeben", so Schellenbeck.

Es ist der letzte Test für die Elf von DJK-Trainer Jürgen Press, die am Samstag, 15. Juli, bereits um 13 Uhr in Ammerthal zur Sportlerkirwa vor dem im Anschluss stattfindenden Raiffeisen-Cup das erste Punktespiel in der Bayernliga Nord gegen die DJK Don Bosco Bamberg austrägt.

Durchschnittsalter knapp 18 JahreMünchen. (dme) Der TSV 1860 München schreibt wieder einmal ein Stück Geschichte. Die U21, die sich nach dem Abstieg der Profis aus der Regionalliga Bayern als Vizemeister zwangsweise verabschieden mussten, tritt nun in der Bayernliga Süd an. Das Kuriose daran: Kein Spieler ist älter als 18 Jahre, der Altersschnitt liegt bei 17,86 Jahren. Zudem gibt es (noch) keinen festen Trainer. Oliver Beer (37) als Co-Trainer von Daniel Bierofka (38) in der Regionalliga, Peter Ulbricht (31) als Co-Trainer der U19 in der Bayernliga und Wolfgang Schellenberg (45), der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) werden sich den Trainerjob teilen. Wolfgang Schellenberg hat in diesen Tagen alle Hände voll zu tun. Es ging darum die Kader-Zusammenstellung voranzutreiben, die nun so gut wie abgeschlossen ist. "Kleinere Änderungen können sich aber noch ergeben", lässt der NLZ-Leiter wissen.
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