13.03.2018 - 07:39 Uhr
Ammerthal

Leserbrief Ammerthal: Wort Transparenz fehl am Platz

Zu den Artikeln "Aus Rat- wird Bürgerhaus" und "Öffentliches Geständnis" aus Ammerthal schreibt eine Leserin:

von Redaktion OnetzProfil

Wenn man den Worten Ihres Redakteurs glauben darf, ist Ammerthal mit seiner Bürgermeisterin ein Vorreiter in Sachen Transparenz. So frage ich mich, wieso er den Bericht der Kämmerin nicht erwähnt. Nach ihren Zahlen hat Ammerthal ja ein Plus auf dem Konto. Aber erst auf detaillierte Nachfrage eines Bürgers wurde dann doch mündlich ein Schuldenstand von gut 3,6 Millionen Euro bestätigt.

Da wäre es doch interessant für die Bürger zu erfahren, wie die Gemeinde im Vergleich zu anderen Kommunen dieser Größe dasteht oder im Rückblick auf die vergangenen Jahre, wie diese Schulden zustande gekommen sind. Wenn schriftlich gestellte Anträge, in denen es um Fördergelder und Brandschutz geht, fast kommentarlos in zwei nicht lesbaren Folien beantwortet werden, ist für mich das Wort Transparenz fehl am Platz. Hier geht es um Steuergeld, was immer von öffentlichen Interesse ist. Im Umkehrschluss weiß ich nicht, wem hier das Leben zur Hölle gemacht wird. Da nun der dritte Artikel in der Zeitung über die Baumfällaktion am DJK-Gelände erschienen ist. Wie sich auf der Bürgerversammlung herausstellte, hat ja die Gemeinde selbst die Mehrzahl der Bäume entfernt. Allerdings mit behördlicher Genehmigung, was anscheinend den Wert eines Baumes immens mindert.

Vielleicht ist aber eine Anzeige bei der Polizei auch für eine Bürgermeisterin sehr befriedigend, da ja pikanterweise die Verantwortlichen der DJK Ammerthal auch in der Opposition des Gemeinderats sitzen?

Andrea Wismeth, Ammerthal

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