11.09.2017 - 20:00 Uhr
ArzbergOberpfalz

Aktive beweisen Einsatzwillen

13 Feuerwehren und das BRK zeigen ihr Können bei einer Übung in Arzberg. Die Zuschauer staunen.

Um die verletzten Fahrer befreien zu können, mussten die Feuerwehrleute das Dach des Unfallfahrzeugs abtrennen.
von Konrad RosnerProfil

Respekt! Mit einer Schauübung der Extraklasse haben die Feuerwehr Arzberg und zwölf weitere Wehren im Rahmen der Feuerwehr-Aktionswoche ihre Einsatzbereitschaft bewiesen. Die vielen Zuschauer, darunter auffallend viele Kinder und Jugendliche, zeigten sich beeindruckt von der professionellen Arbeit der Wehren, die routiniert und sicher den Übungseinsatz, der durchaus Ernstfallcharakter hatte, demonstrierten. Gute Koordination und Zusammenarbeit, Kameradschaft und blindes Vertrauen sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Feuerwehrarbeit. Das Fazit: Mit solchen Feuerwehren kann sich die Bevölkerung sicher fühlen.

Brand und Unfall

Angenommen wurde ein größerer Brand in den beiden gegenüberliegenden Gebäuden im Bereich der Kreuzung Bahnhofstraße und Friedrich-Ebert-Straße. Dabei waren mehrere Personen eingeschlossen und vermisst. Infolge dieses Brandes ereignete sich zudem ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei Autos, wobei ein Radfahrer unter einer schweren Betonplatte eingeklemmt wurde. Die komplette Rettungsmaschinerie lief deshalb auf Hochtouren.

Gaffer ein großes Problem

Kreisbrandinspektor Armin Welzel erklärte den Zuschauern sehr ausführlich und einleuchtend die ganzen Ablauf der Einsätze und betonte zugleich die gute Zusammenarbeit der Arzberger Wehr mit den Ortsteilfeuerwehren und den Nachbarwehren. Die Großübung lief sogar landkreisübergreifend: Auch die Wehren aus Konnersreuth und die Mitterteicher Truppe mit Drehleiter waren vertreten. Ein Sonderlob zollte Welzel dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) für die hervorragende Zusammenarbeit. "Groß ist das Problem mit den Gaffern", mahnte Armin Welzel. Diese würden sehr schnell, oft sogar noch während des Einsatzes, Bilder und Videos im Netz präsentieren und damit oftmals unsägliches Leid zur Schau stellen. Damit einher gehe oft ein falsches Bild von der Arbeit der Rettungskräfte. Wenn man diese ungebetenen Zaungäste dann anspreche, würden diese nicht selten sogar handgreiflich und beschimpften die Rettungskräfte auf das Übelste. Armin Welzel nutzte aber auch die Gelegenheit, Werbung für den Feuerwehrnachwuchs zu betreiben. Schon mit acht Jahren könne man der Jugendfeuerwehr beitreten.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Arzberg, Schlottenhof, Seußen, Oschwitz, Haid, Bergnersreuth, Röthenbach, Hohenberg, Schirnding, Neuhaus, Marktredwitz, Mitterteich und Konnersreuth sowie das BRK. Beteiligt waren knapp 150 Aktive und 21 Fahrzeuge. Nach der Einsatzübung und der Übungsbesprechung lud die Arzberger Wehr zum Schlachtfest im Gerätehaus ein.

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