27.02.2018 - 20:00 Uhr

Behinderten- und Rehabilitätssportverein zieht Bilanz Gemischt ist immer super

Den Wiedereinstieg in ein selbstständiges Leben: Das möchte der 1974 gegründete Behinderten- und Versehrtensportverein (BVS) und jetzigen Behinderten- und Rehabilitationssportverein den Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen oder anderen Gebrechen ermöglichen.

Die Kegler-Gruppe mit ihren Meisterschaftsurkunden. Bild: cs
von Autor CSProfil

Nitzlbuch. "Wir sind ein lebendiger und aktiver Verein, auch wenn wir die gereifte Generation mit unserem Sportangebot bedienen", betonte Petra Zeltner bei der Hauptversammlung im Nitzlbucher Schützenheim. Zusammen mit Ingrid Wiesner und Ingrid Menzel stellt sie das Leitungsteam im inzwischen auf 231 Mitglieder angewachsenen Verein. Derzeit werden 51 Rehasportler betreut.

In ihrem Bericht wies Zeltner auf die zunehmende Bedeutung der Bewegungs- und Sporttherapie in der Prävention hin. Reha-Sportgruppen hätten sich als hervorragendes Instrument erwiesen, Menschen mit Zivilisationskrankheiten den Einstieg in die notwendige Lebensstiländerung zu ermöglichen und sie allmählich an ein Leben mit Bewegung heran zu führen.

Ganzheitlich wirken

"Rehabilitätssport wirkt mit Mitteln des Sports ganzheitlich, Betroffene werden motiviert, sich trotz einer Erkrankung oder Behinderung langfristig selbst- bzw. eigenständig zu bewegen." Der Sportbetrieb lief reibungslos. Nicht zuletzt durch die gegenseitige Abstimmung der Übungsleiterinnen konnten die wöchentlichen acht Sportstunden ohne Ausfälle besetzt werden, wie Angela Rupprecht bestätigte.

Das Team wird in Kürze durch Hannah Feigt, eine frischgebackene Physiotherapeutin, und Matthias Fischer, Übungsleiter beim SC Glückauf mit Schwerpunkt Selbstverteidigung für Kinder, verstärkt. Die Idee, eine reine Männersportgruppe zu bilden, scheitert zunächst noch an entsprechenden Übungsräumen. "Aber", machte Petra Zeltner aus ihrer persönlichen Sicht kein Hehl, "in den gemischten Gruppen ist es immer super."

Auch Feiern angesagt

Dass Bewegungssport auch durch Volkstanz erreicht werden kann, zeigte sich bei einer Veranstaltung mit Kreisheimatpflegerin Martha Pruy. Mit großer Mühe vermittelte sie den Teilnehmern die verschiedenen Tanzschritte wie Zwiefacher, Schottisch oder Bairischer. Es war anstrengend, machte aber viel Spaß, so Zeltner im Rückblick.

Im Auerbacher Verein beschränken sich die Mitglieder nicht nur auf Rehabilitationssport. Sie verstehen es auch, Anlässe zu feiern. Die Faschingsveranstaltung, musikalisch begleitet von Heinz Adelhardt am Akkordeon, fordert seit Jahren die Lachmuskeln und das Zwerchfell der Mitglieder heraus. Als gelungener Abend konnte auch das Wirtshaussingen im Kreuzbräu abgeschlossen werden, deshalb gibt es Überlegungen für eine weitere Auflage. Gabi Eisend und Heinz Adelhardt trugen mit ihren Instrumenten zum Background bei.

Karpfenessen, die Weihnachtsfeier unter Mitwirkung des Kinderchores "Ain Karim" und mit großem Lob für die Übungsleiter sowie die Teilnahme am Wandertag in Waldsassen mit Abstecher zur Wallfahrtskapelle Kappl bereicherten das Vereinsleben. Perfekt organisiert, richtete der Verein den Nordic-Walking-Tag im Rahmen der Siedler-Kirchweih auch 2017 wieder als inzwischen traditionelles sportliches Event aus.

In die Hansestadt Hamburg führte der von Werner Grüner bestens geplante Keglerausflug mit Besuch eines Musicals. Die zahlreichen Jubiläumstermine wie Geburtstage und Ehejubiläen nimmt Rita Magerl als Gratulantin im Auftrag des Vereins wahr.

Programm für 2018

Mit dem Ausflug nach Würzburg, der im Programm für 2018 (voraussichtlich Ende Juli/Anfang August) vorgesehen ist, wird der Besuch der Landesgartenschau verbunden. Darüber hinaus soll eine Wanderung zur Flembachhütte stattfinden. Die Übungsleiterinnen stellten sich auch im vergangenen Jahr den Fortbildungsmaßnahmen unter dem Motto "Schwungvoll und fit". Den Dank der Stadt für all die Arbeit im Dienst für die Mitbürger überbrachte 2. Bürgermeister Herbert Lehner. Die Zahl der Menschen mit körperlichen Einschränkungen und anderen Gebrechen werde zunehmen.

Mitglieder geehrt

Angetan zeigte sich der städtische Repräsentant von dem Modell "Leitungsteam", das vielleicht auch für andere Vereine beispielgebend sein könnte, die sich um eine Besetzung der Vorstandsriege quälen müssen.

Von einem Minus musste Kassier Werner Grüner berichten. Die Revisoren Peter Iger und Franz Götz fanden aber "Die Kasse ist in guten Händen" und empfahlen die Entlastung. Eine Reihe von Mitgliedern wurde für langjährige Zugehörigkeit geehrt. Auf 40 Jahre Treue zum Verein brachten es Ilse Scholz und Mathilde Heberl, Ewald Skala auf 35 Jahre, auf 30 Jahre Peter Lahode, Anna Zimmermann sowie Doris Schneider, die sich davon über zehn Jahre als Übungsleiterin einbrachte. 25 Jahre sind Maria Grüner und Ingeborg Felser dabei, 20 Jahre Erna Köferl.Die Kegelgruppe des Behinderten- und Rehabilitationssportvereins hat, organisiert von Werner Grüner, die Meisterschaft auf der Kegelbahn im Kolpinghaus ausgetragen. Als Sieger bei den Herren lag Franz Gnan vorne, gefolgt von Karl Felser und Günther Hanke, der zugleich älteste Teilnehmer. Bei den Damen konnte sich Luzia Hanke den 1. Platz sichern vor Marikka Kroher und Gerda Iger sowie Gunda Gnan als Drittplazierte. Älteste Teilnehmerin war Gerda Iger.

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