25.08.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Hauswirtschafterinnen aus der gesamten Oberpfalz treffen sich zum Jubiläum in Steinamwasser Vor 30 Jahren Meisterprüfung absolviert

- Im Landgasthof "Zum Mittler" in Steinamwasser gab es ein Jubiläumstreffen von 14 der ehemals 18 Hauswirtschaftsmeisterinnen, die vor 30 Jahren am 11. Juni 1987 gemeinsam ihre Meisterprüfung bestanden haben. Die Wirtin des Landgasthofes, Ruth Götz, geborene Markert, freute sich, dass das Wiedersehen in Steinamwasser anberaumt wurde, weil sie am Wochenende wegen des Gaststättenbetriebs unabkömmlich ist.

Zum Hauswirtschaftsmeisterinnen-Treffen im Landgasthof Götz in Steinamwasser reisten die Damen aus der ganzen Oberpfalz an. Bild: Rühl (exb)
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Denn Ruth Götz gehört zu diesen ehemaligen Prüflingen, die damals in Neumarkt in Zusammenarbeit mit den Ämtern für Landwirtschaft und Ernährung in der Oberpfalz Meisterinnen für ländliche Hauswirtschaft wurden. Organisatorinnen der in regelmäßigen Abständen stattfindenden Treffen sind Gerlinde Lohrer aus Oberviechtach und Angela Mauerer aus Teublitz. Präsent in Steinamwasser war auch Ursula Sudheimer, die Hauswirtschaftsdirektorin a.D. und damalige Referentin für Berufs-Aus-und Fortbildung in der Hauswirtschaft.

Nach mindestens 20 Wochen Vorbereitungskursen bestand seinerzeit der praktische Teil der Prüfung in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie Schlachten und Wurstherstellung sowie die Gartenbewirtschaftung. Der praktische Prüfungsteil lief mit der Unterweisung eines Azubis. Weiter ging es um Nahrungszubereitung mit Vorratshaltung, die Haus-und Textilpflege sowie Textilarbeit. Die weiteren Prüfungsgebiete der damaligen Meisterprüfung bestanden aus dem fachtheoretischen Teil, dem wirtschaftlichen und rechtlichen Teil sowie dem berufs- und arbeitspädagogischen Teil.

Die bestandene Meisterprüfung zählt als Mittlere Reife und ist auch Grundstock für weitere hauswirtschaftliche Berufe beziehungsweise den Besuch der Fachakademie. Im Januar 2004 wurde die Zuständigkeit für die städtische und ländliche Berufsausbildung in der Hauswirtschaft in Bayern beim Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zusammengefasst. Im Juli 2005 wurde die Landwirtschaftsverwaltung reformiert. Die Verwaltungsstruktur in der Berufsbildung Hauswirtschaft veränderte sich umwälzend. Statt der bisherigen sieben Bezirksregierungen in Bayern übernahmen vier neu geschaffene Fortbildungszentren für Landwirtschaft und Hauswirtschaft die Arbeit der zuständigen Stellen in der Berufsbildung Landwirtschaft und Hauswirtschaft unter Fach- und Dienstaufsicht des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Seit 28. Juli 2005 ist die bundesweite neue Anforderungsvereinbarung für die Meisterprüfung Hauswirtschaft in Kraft. Damit gibt es sowohl rechtlich als auch inhaltlich in der Berufsausbildung keine Trennung mehr zwischen städtischer und ländlicher Hauswirtschaft. Die jetzt gemeinsame Hauswirtschaft veränderte auch das Angebot der Vorbereitungslehrgänge zur Meisterprüfung Hauswirtschaft. Die neue gemeinsame Meisterprüfung Hauswirtschaft umfasst drei Prüfungsteile: 1. Hauswirtschaftliche Versorgungs- und Betreuungsleistungen (schriftliche Prüfung und Arbeitsprojekt), 2. Betriebs-und Unternehmensführung (schriftliche Prüfung und Situationsaufgabe) und 3. Berufsausbildung und Mitarbeiterführung (schriftliche Prüfung und Arbeitsunterweisung).

Die zukünftige Tätigkeit als Meisterin kann z.B. sein: Eine stellvertretende HWL-Leitung im Altersheim, eine Referententätigkeit, Vermietung von Ferienwohnungen, die Übernahme des elterlichen Betriebes, die Ausbildung eines Lehrlings auf dem landwirtschaftlichen Betrieb, unter anderem Praktikanten die Möglichkeit zu geben Erfahrungen im landwirtschaftlichen Unternehmenshaushalt zu sammeln und die Tätigkeit als Hausdame in einem Hotel.

Zum Treffen in Steinamwasser hatten die Hauswirtschaftsmeisterinnen auch selbstgebackenen Kuchen mitgebracht und Wirtin Ruth Götz servierte noch ein deftiges Abendessen. Zum guten Schluss stand fest, dass sich diese Meisterinnenrunde schon im nächsten Jahr wieder treffen will.

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