Konzert des MGV mit vielen Gruppen
Wohlklang erfüllt Kirchenschiff

Der gemischte Chor des MGV mit Agathe Schriml am Klavier, Schwester Maria Theresia Hauthaler, Anja Kasseckert und Sandra Weber an der Flöte. Bild: sck

Am frühen Abend des 4. Adventssonntags veranstaltete der MGV Auerbach in der katholischen Pfarrkirche Auerbach mit seinen beiden Chören sein vorweihnachtliches Singen und Musizieren. Spenden gingen an einen guten Zweck.

Die Bevölkerung der Großgemeinde und ihrer Umgebung war bei freiem Eintritt eingeladen, und viele fanden Zeit für die besinnliche Abendsstunde.

Für den Archeladen

Sie füllten das Gotteshaus, und spendeten gerne - dem ideellen Wert des Konzertes entsprechend - für den Archeladen, dem der Reinerlös des Konzertes zugedacht war. Dekan Flasinski wünschte allen nach den vorweihnachtlichen Tagen "mit Stress, mit ständigem beruflichen Erfolgszwang und ohne Zeit füreinander" ein Weihnachtsfest mit Tagen, "die zu innerer Ausgeglichenheit und zur Ruhe kommen lassen".

Die mitwirkenden Gäste waren eine Flötengruppe um Agathe Schriml, die Bläsergruppe Veltuna Brass unter der Leitung von Peter Grund, der Chor der Schulschwestern unter Leitung von Schwester Maria Theresia Hauthaler, der Chor der evangelischen Gemeinde unter Führung von Pfarrer Moritz von Niedner und der katholische Kirchenchor um Agathe Schriml.

Sie hatten ebenso wie der von Markus Weber dirigierte gemischte Chor des MGV und der MGV-Männerchor erfolgreich zahlreiche Probenstunden auf die Vorbereitung ihrer Gesänge und Musikbeiträge verwendet.

Zur Aufführung kamen Chorsätze, Motetten und Instrumentalstücke von alten Meistern wie Bach, Buxtehude und von Camille Saint-Saens, der von seinen Zeitgenossen wegen seines außergewöhnlichen musikalischen Talents schon als neuer Mozart ausgerufen wurde. Zu den Komponisten der ausgewählten Werke gehörte natürlich der gebürtige Oberpfälzer Max Reger, dessen 100. Todestages der Auerbacher MGV im Sommer eigens mit einem Konzert bedacht hatte. Auch Komponisten des 20. Jahrhunderts erklangen an diesem Nachmittag.

Treffende Texte

Dazu zählten unter anderem der Schlesier Gustav Gunsenheimer, bekannt durch seine zahlreichen Werke geistlicher Vokalkunst, Karl Haus, ehemals Professor an der Musikhochschule in Würzburg und Förderer der Laienchöre, aus dem englischsprachigen Raum der Walise R. Jones, der österreichische Musikpädagoge und Lehrer am Mozarteum Cesar Bresgen, der Allgäuer Wolfram Buchenberg und andere. Mehrmals wurden die Chorbeiträge in bewährter Weise von Agathe Schriml am Klavier sowie von Schwester Theresia Hauthaler, Anja Kasseckert und Sandra Weber an ihren Flöten begleitet. Treffend ausgewählte Texte trug der Ehrenvorsitzende des MGV, Rudolf Weber, vor. Er regte mit Gedanken des katholischen Theologen und Schriftstellers Lothar Zenetti zur Dankbarkeit an. Zum Lied "Macht hoch die Tür" aus der Feder des lutherischen Pfarrers Georg Weissel aus der Zeit des 30-jährigen Krieges erklärte Weber die Anlehnung an den Propheten Sacharija und den Psalm 24, der eigentlich das Ereignis des Palmsonntags vorwegnimmt.

Mit "Die Zweiglein der Gottseligkeit" in der vierten Strophe des Liedes sprechen demnach ursprünglich nicht von Tannenzweigen, sondern von den Palmenzweigen beim Einzug in Jerusalem. Auch den Gebetsvorschlag der Vereinigten Evangelisch-lutherischen Kirche in Deutschland zum 4. Adventssonntag, Worte des Mystikers und Dominikanerprovinzials Meister Eckhart ebenso wie des brasilianischen Erzbischofs Dom Helder Camara hatte Weber ausgewählt. Er führte so an das dargebotene Liedgut heran.

Zwei TeileDer musikalische Sonntagabend war gegliedert in einen adventlichen und einen weihnachtlichen Teil. Beide erfuhren eine klangvolle Verbindung durch Händels "Tochter Zion", bei dem die zum Singen eingeladenen Konzertbesucher, instrumental begleitet von den Bläsern von Veltuna Brass, durch ihren kräftigen Gesang das Gotteshaus wohltönend mit Klang erfüllten. (sck)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.