27.01.2017 - 12:52 Uhr
Oberpfalz

Drei Wege für den Löwen

Nach dem Bericht des Stadtoberhaupts Joachim Neuß begann in der Bürgerversammlung eine offene Fragerunde. Monika Bock erkundigte sich nach der Nutzung des Hotels Goldner Löwe, wenn die Verwaltung wieder auszieht. Dazu gibt es drei Möglichkeiten, hörte sie.

Eine Thema in der Bürgerversammlung war die Zukunft des Hotels Goldner Löwe, wenn die Verwaltung ins sanierte Rathaus zurückkehrt. Bild: swt
von Autor SWTProfil

Für die Variante, das Hotel zu reaktivieren, brauche es einen Investor. Nachfragen gäbe es durchaus, deutete Neuß an. Eine Alternative wäre, dass die Kommune selbst Geld in die Hand nimmt und das Gebäude dann verpachtet. Das Beispiel der Burg Hartenstein zeige, dass so etwas funktionieren könne.

Die dritte Möglichkeit wäre ein Einzelhandelsunternehmen. Es gebe Interessenten, die aber mindestens 400 Quadratmeter brauchen. Das könnte im Erdgeschoss gewährleistet werden. In den oberen Stockwerken bliebe dann Platz für Wohnungen. Auch eine reine Nutzung für Wohnzwecke wäre denkbar.

Mieten oder kaufen?

Werner Geyer wollte wissen, ob die geplanten Wohneinheiten in der unteren Vorstadt für Mieter oder Käufer gedacht sind. Für das Konzept Vitale Vorstadt hat die Kommune bereits zwei weitere Objekte angekauft. Außerdem hat sie ein Auge auf die drei Gebäude an der Einfahrt zum Caritasheim geworfen. Die Vitale Vorstadt solle in den nächsten Jahren Gestalt annehmen. Ob es dann Miet- oder Eigentumswohnungen sind, sei noch nicht klar.

Wann die Hochwasserschutzmaßnahme in Michelfeld an der Prüllswiese komme, war eine weitere Frage von Alfred Kormann. Derzeit sei das Wasserwirtschaftsamt im Planfeststellungsverfahren; man hoffe auf einen Baubeginn 2018.

"Tropenholz will keiner"

Anton Lord fand den neuen Friedhofseingang an der Kirche St. Helena sehr gelungen, beanstandete allerdings, die schon sehr mitgenommenen Sitzbänke. Neuß erklärte, dass die natürliche Verwitterung des Holzes in Kauf genommen werde, auch der Optik wegen. Eine andere Möglichkeit wäre Tropenholz, das aber niemand dort haben wolle.

Paul Albert sähe es gerne, wenn der Radweg von Ohrenbach in Richtung Auerbach bei Reichenbach weitergeführt würde. Hans Bauer machte auf Lücken bei der Beschilderung aufmerksam. Derzeit führt der Weg von Reichenbach nach Degelsdorf. Ein Anschluss entlang des Leoniegeländes wäre wünschenswert. Aber auch ein Weg entlang der B 470 bis zum Gewerbegebiet Leonie schwebt den Radlern vor. Da dies aber eine Kreisstraße ist, scheint dies im Augenblick eher Wunschdenken.

Stellvertretender Landrat Martin Weiß ergänzte an dieser Stelle, dass die Stadt Auerbach bisher durch den Kreis sehr gute Investitionen erfahren habe. Maffei oder AS 43 nannte er als Beispiele. Er bat darum, jetzt ein bisschen zurückhaltend mit Forderungen zu sein, um die Kollegen der anderen Gemeinden nicht zu verärgern. Bürgermeister Joachim Neuß erlaubte sich dennoch den Hinweis auf den bedauernswerten Zustand Alleestraße bis Grünhof. Eine Sanierung dieser innerstädtischen Kreisstraße sei dringend notwendig.

Kanal und Wasser

Rathauschef Joachim Neuß und sein Team arbeiten derzeit an einem Generalentwässerungsplan für eine große Kanalsanierung. 15 Jahre Vorlauf brauche dieses Projekt; 45 Kilometer Kanal im Stadtgebiet stehen auf der Agenda.

Ein Thema der nächsten Monate werde auch die Sanierung der Notwasserversorgung sein. Am Brunnen "Auf der Ruh" nagt der Zahn der Zeit. Eine Sanierung sei zu teuer. Deshalb denke die Stadt an eine Kooperation mit der Juragruppe Pegnitz. Eine Leitung von Troschenreuth nach Mühldorf würde den Anschluss garantieren. Ihr Kostenpunkt wären rund 400 000 Euro. (swt)

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