16.03.2018 - 20:00 Uhr

Frauen-Union Auerbach zieht Bilanz und blickt voraus Soziales bleibt Schwerpunkt

"Die FU-Frauen von Auerbach warten nicht auf Wunder. Die FU-Frauen von Auerbach machen sie!" Selbstbewusst kündigt die Vorsitzende Gabriele Appl bei der Hauptversammlung eine Fortsetzung der 1990 begonnenen Arbeit der CSU-Frauen-Union in der Bergstadt an.

Die stellvertretende FU-Kreisvorsitzende Brigitte Trummer (links) und die Vorsitzende der FU Auerbach, Gabriele Appl (rechts), dankten Annemarie Schleicher für 25 Jahre Treue zur Frauen-Union mit einer Urkunde. Bild: cs
von Autor CSProfil

"Politik gewinnt mit Frauen, und Auerbach gewinnt mit FU-Frauen. Wir geben der CSU Auerbach das weibliche Gesicht", betonte die Vorsitzende beim Rückblick auf das politische, gesellschaftliche und soziale Engagement.

50 Mitglieder das Ziel

Unbeirrt festhalten will Appl an ihrem Ziel, die Schallmauer von 50 Mitgliedern zu durchbrechen, auch wenn sich der aktuelle Stand durch einen Austritt auf 42 reduziert habe. Als eine liebgewordene Aktion, die weitergeführt werde, nannte die Vorsitzende das Begrüßungsgeschenk, das 696 neue Erdenbürger seit 2005 bekommen hätten: "Ein kleines, aber ganz bewusstes Zeichen an die Eltern für ihr Ja zum Kind."

Mehr als 20 Jahre laufe die Ostergeschenkaktion am Gründonnerstag für die etwa 150 Bewohner der Seniorenheime St. Hedwig, Bürgerspital und Jakobushof. Am 29. März ist es wieder so weit. Musikalisch wirken Agathe und Maria Schriml mit. Ausfallen musste dagegen im Vorjahr erstmals der Ostermarkt: "Mit vier Helferinnen ist das nicht zu stemmen." Die Anregung von Annemarie Schleicher war es, diese Tradition wieder aufzugreifen. Sie wurde für 25 Jahre Treue zur Frauen-Union geehrt.

Flohmarkt und Schafkopf

Die Beteiligung am Ferienprogramm mit dem seit mehr als 20 Jahren beliebten "Flohmarkt von Kindern für Kinder" sei auch 2017 ein Erfolg gewesen. Allen beteiligten Kindern spendierte die FU ein Eis. Ungebrochen groß sei das Interesse am Frauen-Preisschafkopf.

Eine "politische Duftnote" setze die FU mit der von ihr 2013 ins Leben gerufenen Bürgerinnenversammlung. "Frau" habe damit auch schon etwas erreicht; zum Beispiel die Neugestaltung des Friedhofseingangs. Die schreibe sich die Frauen-Union auf die Fahnen. Die dritte Bürgerinnenversammlung werde derzeit vorbereitet. Ihren Schwerpunkt setze die FU aber weiterhin auf sozialem Gebiet, kündigte Gabriele Appl an.

Zu einem persönlichen Anliegen erklärte es Uwe Ditz, "dass Frauen in den Stadtrat einziehen - auch aus den Reihen der CSU", stellte er in seinen Grußworten als stellvertretender Ortsverbandsvorsitzender fest. Fabian Gottschalk, Vorsitzender der Jungen Union, sah in der Frauen-Union einen Ideenmotor.

Enttäuscht von der CUU

Zwischen CSU-Stadträten und Frauen-Union herrsche eine Verbundenheit und Einigkeit, die er persönlich genieße, sagte Fraktionssprecher Herbert Appl. Umso bedauerlicher sei die Situation im Stadtrat, wo es die Zusammenarbeit der Christsozialen und der Christlichen Umland-Union (CUU) nicht mehr gebe. Offensichtlich sei die Zuwendung der CUU zur Fraktion des Bürgermeisters. CSU-Initiativen würden gerne zunächst einmal hinten angestellt. Auch die Anregungen aus der Bürgerinnenversammlung 2017 habe die Verwaltung bis jetzt noch nicht aufgegriffen.Bewundernswert fand FU-Kreisvorsitzende und Kreisrätin Brigitte Trummer den Zusammenhalt der Auerbacher im Kreistag: "Da zittern schon manche davor." Bei knapp 10 000 Einwohnern verfüge Auerbach über zehn Sitze, während das doppelt so große Sulzbach-Rosenberg "nur" elf Kreisräte stelle. Bedauerlich fand Trummer dagegen die Zahl von neun Frauen im Gremium.

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