01.05.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Udo Fechtner bei Vorabend-Maifeier im Kreuzbräu Flüchtlinge als Sündenböcke

Wenn der Staat die Einnahmeseite durch höhere steuerliche Belastung der Vermögenden stärken würde, wäre genügend Geld für nötige Investitionen in sozialen Bereichen da: So brachte es der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Amberg, Udo Fechtner, bei der Vorabend-Maifeier im Kreuzbräu auf den Punkt.

Udo Fechtner (stehend) umriss die aktuelle Gewerkschaftspolitik am Vorabend des 1. Mai in Auerbach. Bild: cs
von Wolfgang BerndtProfil

Bei der Begrüßung freute sich die Vorsitzende des DGB-Ortskartells Sonja Hahn über den guten Besuch. Die Stadt stelle der Firma Cherry ein Gelände zur Verfügung, das sie nach einem Umzug als neues Domizil nutzen kann, gab 2. Bürgermeister Herbert Lehner bekannt. Wie in den vergangenen Jahren dürften sich wieder über hunderttausend Menschen bundesweit an den Maikundgebungen und -demonstrationen des DGB beteiligen, schilderte der DGB-Kreisvorsitzende Wolfgang Berndt. Mit dem Motto "Solidarität, Gerechtigkeit und Vielfalt" würden wichtige Themenfelder angesprochen, für die sich die Gewerkschaften einsetzten.

Nur aufgrund der hohen Beteiligung der Beschäftigten konnte das hervorragende Tarifergebnis in der Metall- und Elektroindustrie erreicht werden, resümierte der 2. Bevollmächtigte der IG-Metall-Verwaltungsstelle Amberg Udo Fechtner. Dies sei deshalb so wichtig, da sich die Arbeitgeber nicht allein mit Argumenten von berechtigten Tarifforderungen überzeugen lassen würden. Neben den Tarifauseinandersetzungen hänge der Einsatz für die Interessen der Beschäftigten in großem Maße von der Tätigkeit der Betriebsräte ab. Auch wenn sich die Groko einiges Positive vorgenommen habe, wie die Stabilisierung des Rentenniveaus auf 48 Prozent, und eine vorgesehene Absenkung nicht vornehmen wolle, reiche dies nicht aus. Deshalb dürfe dies nur der erste Schritt sein. Die soziale Unsicherheit, unter der viele Menschen litten, führe zu Zukunftsängsten. Als Sündenböcke seien Arbeitslose und Flüchtlinge schnell ausgemacht. "Auch wenn es keinen einzigen Flüchtling in Deutschland gäbe, wären Rente und Löhne nicht höher und mehr bezahlbare Wohnungen auch nicht vorhanden."

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